Lenzerheide (dpa) - Gut ein Jahr vor der Heim-WM in Oberstdorf sind die deutschen Skilangläufer ein gehöriges Stück von der internationalen Spitze entfernt.

"Dass wir im Sprint keine Weltmacht sind, wissen wir seit langem", sagte Teamchef Peter Schlickenrieder, der seit dem vergangenen Winter in der Verantwortung steht, nach den für ihn enttäuschenden Freistil-Sprints im Schweizer Lenzerheide in der ARD.

Auf der zweiten Etappe der Tour de Ski erreichte keiner seiner Männer die K.o.-Runde. Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) belegte nur Rang 34. Beste Damen waren Victoria Carl (Zella-Mehlis) und Sofie Krehl (Oberstdorf), die nicht über das Viertelfinale hinaus kamen. Schlickenrieder erkannte bei beiden taktische Fehler: "Da müssen wir noch mehr mit den Mädels arbeiten."

Bei den Siegen der Norwegerin Therese Johaug und des Russen Sergej Ustjugow in den Massenstartrennen am Samstag hatten Carl (12.) und Katharina Hennig (Oberwiesenthal/13.) über 10 Kilometer und Jonas Dobler (Traunstein/13.) über 15 Kilometer Ergebnisse erzielt, mit denen Schlickenrieder "sehr zufrieden" war.

"Im Sprint fehlt mir noch etwas die Schnellkraft", sagte Carl, die noch unter den Nachwirkungen einer Verletzung leidet, "bei der Tour versuche ich, weiterhin vorn mitzurennen." Die Slowenin Anamarija Lampic setzte sich im Fotofinish des Sprints gegen die Norwegerin Maike Caspersen Falla durch. Bei den Männern unterstrich der dreifache Olympiasieger Johannes Klaebo mit dem Tagessieg seine Ambitionen auf die Titelverteidigung, am Vortag hatte er hinter Ustjugow den zweiten Platz belegt.

Nächste Tour-Stationen sind die italienischen Orte Toblach an Silvester und am Neujahrstag sowie Val di Fiemme, wo die siebenteilige Serie am 5. Januar mit der insgesamt 100. Tour-Etappe auf der Alpe Cermis endet.

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