Oberstdorf (dpa) - Im dichten Schneegestöber von Oberstdorf kämpfte sich Katharina Hennig die letzten Meter bis zur Ziellinie und ließ dabei sogar zwei Weltklasse-Athletinnen hinter sich.

Mit ihrem neunten Platz beim Zehn-Kilometer-Massenstart hat die Oberwiesenthalerin nicht nur ihr WM-Ticket für Seefeld gelöst und das beste Resultat ihrer Karriere eingefahren, sondern dem Deutschen Skiverband (DSV) in der Sorgendisziplin Langlauf den nächsten Achtungserfolg beschert.

Die 22-jährige Hennig wehrte bei schwersten Bedingungen die letzten Angriffe von Schwedens Top-Läuferin Stina Nilsson und von der bis dahin in der Tour Führenden Jessica Diggins aus den USA ab. "Sie hat das auf der Zielgerade sensationell gelöst. Vorher hat sie nicht aufgesteckt und ist ein sehr gutes Rennen gelaufen", sagte der Sportliche Leiter der Langläufer, Andreas Schlütter. Auch Pia Fink machte mit Rang 16 und einer couragierten Leistung auf sich aufmerksam. "Mit den vier Mädels in den Punkten haben wir uns sehr gut verkauft", bilanzierte Schlütter.

Den Tagessieg sicherte sich die Norwegerin Ingvild Flugstad Östberg, die bisher auf Gesamtrang zwei der Tour de Ski stand. Sie landete im Zielspurt 0,1 Sekunden vor der Russin Natalia Neprjajewa. Diggins verlor als Elfte ihren Führungsplatz und bußte einiges an Zeit ein.

Bei den Männern setzte sich der Norweger Emil Iversen im Massenstart über 15 Kilometer durch. Im Zielsprint einer größeren Gruppe gewann der 27 Jahre alte Langläufer vor dem Italiener Francesco de Fabiani und Sergej Ustjugow aus Russland. Der Gesamtführende Johannes Kläbo fiel auf den letzten Kilometern ab und wurde Neunter.

Die DSV-Läufer enttäuschten beim ersten von zwei Rennen vor heimischem Publikum. Sebastian Eisenlauer verpasste auf Rang 31 knapp die Punkteränge. Am Donnerstag stehen in Oberstdorf die Verfolgungsrennen an.

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