London (dpa) - Britische Urlauber meiden wegen der andauernden Brexit-Unsicherheit zunehmend die Eurozone als Reiseziel. Das geht aus einem Bericht des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook hervor, der am Montag veröffentlicht wurde.

Profitiert hat davon vor allem die Türkei, die Griechenland in diesem Jahr als zweitliebstes Reiseziel der Briten ablöst. Auch Tunesien ist in der Gunst der Briten wieder gestiegen. An erster Stelle steht aber immer noch Spanien.

Während im vergangenen Jahr nur 38 Prozent der britischen Thomas-Cook-Kunden ihren Urlaub außerhalb der Eurozone buchten, sind es für dieses Jahr mit 47 Prozent knapp die Hälfte. In einer Umfrage gaben zudem 43 Prozent der Thomas-Cook-Kunden an, eher nicht in der EU Urlaub machen zu wollen.

Grund für die gesunkene Reiselust in Euroländer ist Thomas Cook zufolge wohl vor allem der starke Wertverfall des Britischen Pfunds im Vergleich zum Euro und die anhaltende Unsicherheit um den EU-Ausstieg. Damit erklärt sich der Reiseveranstalter auch ein gestiegenes Interesse an Pauschalangeboten: Die Urlauber wollen sich damit demzufolge gegen Wechselkursrisiken absichern. Rund zwei Drittel der Thomas-Cook-Kunden buchten für 2019 ein All-Inclusive-Paket - ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Das Pfund verlor seit dem Brexit-Referendum im Jahr 2016 rund zwölf Prozent an Wert gegenüber der Gemeinschaftswährung. Der Urlaub ist für Briten damit in der Eurozone erheblich teurer geworden. Für den Bericht befragte Thomas Cook 28 500 Kunden nach ihren Plänen. Auch bereits erfolgte Buchungen wurden ausgewertet.

Thomas Cook Holiday Report