Magdeburg l Dreimal zu null, sieben Punkte aus der englischen Woche, Tabellenplatz zwei – die jüngste Bilanz des FCM kann sich sehen lassen. Allerdings hat der Club seit Anfang März nicht mehr aus dem Spiel heraus getroffen.

Top-Torjäger Christian Beck war in der Rückrunde bisher erst einmal erfolgreich und steht momentan bei insgesamt elf Saisontreffern. Da FCM-Trainer Jens Härtel nach dem Abgang von Sebastian Ernst (zum Zweitligisten Würzburger Kickers) das System umstellte, ist Beck in der zentralen Stürmerrolle häufig auf sich alleine gestellt.

Keine Flanken aus dem Mittelfeld

Zuletzt waren auch die Flanken der offensiven Außenspieler Florian Kath (links) und Tarek Chahed (rechts) nicht immer optimal, sodass sich Beck selten auszeichnen konnte. „Wir registrieren schon, dass Christian nicht so viele Abschlüsse wie sonst hat. Trotzdem gibt es genügend Situationen, in denen er hätte treffen können“, sagt Härtel. „Wir hatten zuletzt viele Standardsituationen, die immer unsere Stärke waren, aus denen wir jetzt aber nicht so viel gemacht haben.“ Manchmal seien die Varianten nicht richtig gewesen oder die Situation nicht konsequent ausgespielt worden. „In der ersten Halbzeit gegen Wehen Wiesbaden haben wir Christian nicht so gut mit Flanken gefüttert“, betont der Magdeburger Coach. „Er wird schon noch zu seinen Chancen kommen, muss auch seinen Teil dazu beitragen, um aus einer solchen Situation herauszukommen. Nur mit dem Finger auf andere zu zeigen, ist dann immer schlecht. Da muss man dann selber auch noch einen Tick mehr machen und sich in der einen oder anderen Situation durchsetzen.“

Der Torjäger selbst gibt sich durchaus selbstkritisch. „Auf eine gewisse Weise hat der Trainer ja recht. Ich muss einfach noch mehr arbeiten, damit dann auch das Glück zurückkommt. Am besten schon am Sonnabend in Kiel“, sagt Beck. „Ich denke, dass er mich durch die öffentliche Kritik anstacheln will. Er weiß ja schließlich, was ich eigentlich kann.“

Dass Beck in der 3. Liga mittlerweile bekannt ist, macht es für ihn zudem nicht leichter. „Es ist für ihn deshalb nicht mehr so einfach wie in der vergangenen Saison oder in der Hinrunde“, so Härtel. Das ist auch Beck aufgefallen: „Ich werde bei Standards oft gedoppelt. Ich habe nicht mehr so viele Räume wie nach dem Aufstieg.“

Kiel defensiv und offensiv stark

Holstein Kiel sei laut Härtel ein Gegner, der defensiv sehr gut steht, aber auch schnell umschalten kann und offensiv immer gefährlich ist. „Es wird für uns deshalb ein Spagat, die richtige Balance zu finden. Kiel spielt aber zu Hause und wird gegen uns gewinnen wollen“, sagt der FCM-Trainer. „Wir werden uns aber sicherlich nicht verstecken und versuchen, unseren Fußball zu spielen.“

Und zu diesem Fußball gehörten in der Vergangenheit dann meistens auch Tore von Beck.

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