Vogelsang l Leon Bell Bell, Korbinian Burger und Raphael Obermair versuchten durch ständige Bewegungen immer wieder, sich von der Kälte abzulenken. Stürmer Sirlord Conteh hingegen tanzte die Kälte von minus 114 Grad so gut es ging einfach weg.

Spieler mussten beißen

Am Donnerstagnachmittag war die Mannschaft des 1. FC Magdeburg in der Kältekammer der Helios-Fachklinik Vogelsang-Gommern zu Gast. In drei speziell angefertigten Kammern mussten sie dann richtig frieren. Zu Beginn ging es zum „Anfrieren“ für zehn Sekunden in einen Raum mit minus zehn Grad. Es folgte erneut für zehn Sekunden der zweite Raum – diesmal bei minus 50 Grad. Die Belastungsprobe folgte aber in der dritten Kammer, in der die Spieler für drei Minuten bei minus 114 Grad waren. „Wir mussten schon ganz schön beißen“, gibt Jürgen Gjasula zu.

Bekleidet waren die Spieler nur mit einer Boxershorts, zudem wurden die Füße, Ohren, Nase und Hände geschützt. „Durch einen Besuch der Kältekammer wird bei Leistungssportlern die Regeneration verbessert. Die Kältekammer hilft auch bei der Schmerzlinderung“, sagt Oliver Niklowitz, der in der Helios-Fachklinik als Physiotherpeut arbeitet. Im Rahmen der Vorbereitung kam den FCM-Spielern diese „Abkühlung“ nach intensiven Einheiten natürlich entgegen.

Seit Oktober 2019 steht die Anlage in der Helios-Fachklinik, die Handballer des SC Magdeburg und die SES-Boxer sind bereits regelmäßig zu Gast.

Einmal pro Woche in der Kältekammer

Und selbst für Sören Bertram und Christian Beck, die mit Kältekammern bereits Erfahrungen gemacht haben, war der Besuch in Vogelsang etwas Neues. „Minus 114 Grad habe ich auch noch nicht erlebt“, sagt Bertram.

Im Schnitt sind viele Sportler laut Niklowitz einmal pro Woche in der Kältekammer, um die genannten Effekte zu erzielen. „Ich kann mir gut vorstellen, das wieder zu machen“, sagt Gjasula.

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