Magdeburg l Man gebe bei der Suchmaschine Google die Stichwörter Christian Beck und Preußen Münster ein und schon sieht man ... ja, was eigentlich? „Keine Ahnung“, sagt Christian Beck, „das habe ich noch nie gemacht.“

Beck erzielte "Tor des Monats"

Tatsächlich ploppt ganz oben sein "Tor des Monats" Februar 2018 auf. Eine Flanke von Julius Düker verwandelte der Stürmer des 1. FC Magdeburg per Seitfallzieher zum 3:1-Endstand. Eben gegen Münster. „Stimmt. Das sind natürlich ein Spiel und ein Tor, die in Erinnerung bleiben. Die Medaille hat auch einen Ehrenplatz bei mir zu Hause.“

Das sehenswerteste Tor ist es mit Sicherheit – und auch das letzte, das Beck gegen Preußen Münster geschossen hat. Aber es ist bei weitem nicht das einzige. In vier der sechs Drittliga-Partien, in denen sich die beiden Mannschaften bislang gegenüberstanden und die der FCM allesamt gewann, traf der Mittelstürmer. Einmal sogar doppelt. „Das sind alles Informationen, die ich gar nicht mehr so genau weiß“, meint Beck und lacht, „man hat dann doch so viele Spiele pro Saison, dass man sich nicht an jede Partie erinnert.“

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FCM: Weiße Weste gegen Münster

Die Bilanz des FCM lässt für Freitagabend (19 Uhr) zwar nur Gutes vermuten, auch weil Münster als Vorletzer mit 13  Punkten schon abgeschlagen am Tabellenende steht, aber das wiederum kann eben auch täuschen. „Chemnitz stand auch ganz unten“, wirft Beck ein – und da kam der FCM nicht über ein 0:0 hinaus, hatte dabei noch Glück. „Das wird ein brutal schweres Spiel, die werden mit Mann und Maus verteidigen“, ist sich der Kapitän sicher, „und dieses Abwehrbollwerk müssen wir durchbrechen.“

Gegen tiefstehende Ingolstädter gelang das dem FCM zuletzt weniger gut, im Training ging es daher auch darum, Lösungen für solche Situationen zu finden. Mittelfeldspieler Thore Jacobsen gibt da einen kurzen Einblick. „Gerade im Mittelfeld werden die Räume sehr eng sein. Wir probieren deshalb, über die Außenspieler und mit Flanken in den Strafraum zu kommen“, sagt Jacobsen. Auf jeden Fall wolle man dem Gegner nicht in die Karten spielen und sich flach durchs Mittelfeld kombinieren. „Da ist das Risiko groß, dass wir in einen Konter laufen.“

FCM erwartet defensiven Gegner

Gegen Ingolstadt hatte sich Beck zuletzt über die defensive Ausrichtung des Gegners geärgert, von einem Aufstiegs-aspiranten hätte er ein anderes Auftreten erwartet. Aber die Taktik war richtig gewählt – und es ist tatsächlich nicht abwegig, dass Münster dieselbe Entscheidung trifft. Sie stehen „mit dem Rücken zur Wand“, sagt Beck. „Münster hat vor der Winterpause noch zwei Heimspiele. Das ist der letzte Strohhalm, an den sie sich klammern.“

Gut für den FCM wäre es daher, schon mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen. „Aber das wird sehr schwierig. Ich rechne damit, dass es bis zum Ende spannend bleibt. Nur: Wir gehen als Sieger vom Platz – auch wenn das entscheidende Tor erst in der 90. Minute fällt“, sagt Beck.

Vielleicht wird es ja wieder ein Tor des Monats? „Da hätte ich auch nichts dagegen“, sagt er und lacht.

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