Magdeburg l Stefan Krämer hatte keine Lust auf Geheimniskrämerei. Der Trainer des 1. FC Magdeburg kündigte an, dass er heute im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg auf eine große Rotation verzichten wird. „Der DFB-Pokal ist ein Highlight. Wir werden die Mannschaft auf den Platz bringen, von der wir glauben, dass sie erfolgreich sein kann“, betonte er.

Eine Ausnahme machte Krämer dann aber doch: „Es gibt nur eine festgelegte Rotation: Morten Behrens wird im Tor stehen.“

Behrens mit guten Leistungen im Training

Der Trainer nutzt damit den DFB-Pokal, wie bereits Ex-Trainer Jens Härtel, um dem Ersatztorhüter Spielpraxis zu geben. Für Behrens, der hinter Alexander Brunst momentan die Nummer zwei beim FCM ist, ist es eine Riesenchance. Der 22-Jährige, der zu Saisonbeginn vom Hamburger SV II nach Magdeburg kam, kann unter Wettkampfbedingungen zeigen, was er drauf hat. „Morten macht im Training einen guten Eindruck“, lobt Krämer.

Der Coach tauschte sich im Vorfeld mit Torwarttrainer Matthias Tischer aus. Die Entscheidung, wer letztendlich gegen Freiburg im Tor steht, traf dann Tischer. „Das ist der Entscheidungsbereich von Matthias“, begründet Krämer.

Das ist durchaus ungewöhnlich, schließlich behielten sich seine Vorgänger Michael Oenning und Jens Härtel jeweils das letzte Wort auch in der Torwartfrage vor. Nicht so Krämer, der immer wieder betont, dass er seinen Kollegen im Trainerteam viel Verantwortung übertragen will.

Tischer hat das letzte Wort

Diese Herangehensweise kommt auch bei Tischer an: „Es ist ein enger und guter Austausch. Wir setzen uns zusammen und jedes Mitglied des Trainerteams äußert seine Meinung. Da kann auch mal kontrovers diskutiert werden, es bleibt aber natürlich trotzdem immer sachlich.“

Mit den Leistungen des Torhüterteams, bestehend aus Alexander Brunst und Morten Behrens, ist Tischer bisher zufrieden. „Alexander und Morten sind charakterlich einwandfrei, beide sind in den Einheiten sehr engagiert“, sagt er.

Heute wird es für Behrens darauf ankommen, auch unter dem besonderen Druck vor rund 14 500 Zuschauern in der MDCC-Arena gegen einen Erstligisten zu bestehen. „Er muss es jetzt auf den Platz bringen, wenn es zählt“, betont Krämer.

Für Behrens geht es gegen Freiburg um viel: Der Torhüter kann Krämer davon überzeugen, dass sich der Coach auf ihn verlassen kann, wenn er gefragt ist. Und er kann durch eine gute Leistung ein Zeichen setzen im Duell mit Brunst im Kampf um die Nummer eins in der 3. Liga.

Behrens will Taten sprechen lassen

Im Vorfeld des Pokalspiels galt für Behrens deshalb eine Devise: „Ich will mich auf meine Leistung konzentrieren und mich vor dem Spiel deshalb nicht groß äußern.“

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