Magdeburg l Besonders in der ersten Halbzeit war auf der Südseite zu sehen, dass sich der Untergrund teilweise in einem katastrophalem Zustand befindet, einem Bördeacker gleicht. So flogen nach einem Pass von FCM-Kapitän Christian Beck und der Grätsche des Zwickauers Ali Odabas mehrere Grassoden durch die Luft. „Wir haben auf einem Viertel des Spielfeldes diese Probleme. Das liegt daran, dass die Südseite des Stadions meistens im Schatten ist, es fehlt die Sonneneinstrahlung“, betont Steffen Schüller, Geschäftsführer des Stadionbetreibers Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg GmbH (MVGM).

Unterschiede zwischen Nord- und Südseite

Dass es große Unterschiede zur Nord- und Südseite gibt, war auch beim FCM-Spiel gegen Zwickau zu sehen. Während der Rasen auf der Nordseite fest angewachsen und dicht ist, wird er umso schlechter, je mehr es in Richtung Südtribüne geht.

Um das Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen, gebe es laut Schüller nur eine Lösung: „Wir bräuchten auf der Südseite eine Besonnungsanlage.“ Diese sind in der 1. Bundesliga und in England üblich und garantieren durch künstliches Licht auch in den schattigen Ecken ein gutes Wachstum des Rasens.

Kosten für Besonnungsanlage hoch

Problematisch sind allerdings die Kosten. „Wir müssten einen sechsstelligen Betrag pro Jahr alleine für die Stromkosten einplanen. Diese finanziellen Mittel sind aber in der 3. Liga nicht vorhanden“, stellt Schüller klar. Und: „Alternativ könnten wir auch den Rasen noch mal tauschen. Das ist aber in diesem Jahr nicht geplant.“

Mehr Handlungsspielraum hätte die MVGM bei einem FCM-Aufstieg in die 2. Liga. „Dann hätten wir andere finanzielle Möglichkeiten. Bis dahin gilt es jetzt durchzuhalten und auf die Wachstumphase des Rasens im Frühjahr zu hoffen.“

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