Magdeburg l Es war zunächst ein kleiner Schock für den 1. FC Magdeburg: Ein Spieler des Drittligisten wurde in dieser Woche positiv auf das Coronavirus getestet. Um wen es sich dabei handelt, gab der Verein nicht bekannt.

Gedanken an die Vorbereitung, als ein positiver Fall das Training für mehrere Tage lahmlegte, sind den Blau-Weißen natürlich sofort gekommen. Doch es gab schon Entwarnung: Nicht nur dem betroffenen Spieler geht es gut. „Er ist symptomfrei und befindet sich in häuslicher Isolation“, berichtet FCM-Coach Thomas Hoßmang. Auch das morgige Auswärtsspiel beim VfB Lübeck ist bisher nicht in Gefahr. „Niemand anders bei uns ist betroffen. Wir testen aber weiter regelmäßig“, sagt Hoßmang. „Wichtig ist, dass der Spielbetrieb nicht gefährdet ist.“

Fokus im Training auf Standards

Zu viele Drittliga-Duelle sind Corona in dieser Saison schon zum Opfer gefallen. Der FCM kann auf etwaige Nachholspiele gut und gern verzichten, will sofort weitere Punkte für den Klassenerhalt sichern. Der Zwischenfall schmälerte die Konzentration auf das wichtige Auswärtsspiel zumindest nicht. Der FCM trainierte intensiv und legte den Fokus vor allem auch auf Standards.

„Das war ein Thema in dieser Woche“, verriet Hoßmang. „In den vergangenen Wochen haben wir immer wieder Offensivstandards mit Gegner trainiert.“ Und am Donnerstag umso intensiver: Schon bei den Aufwärm-Spielen standen die Kopfbälle im Mittelpunkt. Zunächst warfen sich die Spieler den Ball zu, nur der Abschluss musste per Kopf erfolgen. Dann wurde es um einiges schwerer: Co-Trainer Silvio Bankert wies seine Mannschaft an, den Ball ausschließlich per Kopf zu spielen. Die Spieler sprangen von einem Kopfball in den nächsten – und das sah ein bisschen ungewohnt aus.

Zusätzliche Variante im Repertoire

Ungewohnt vielleicht auch deswegen, weil der FCM zurzeit keinesfalls das Kopfball-Ungeheuer der Liga darstellt. Standardtore sind Mangelware bei den Elbstädtern, das wurde gegen den SV Meppen nochmals besonders deutlich. Keine seiner sieben Ecken konnte der FCM beim jüngsten 0:0 gefährlich vors Tor bringen. Folglich lag der Schwerpunkt beim  Training auf Ecken und Freistößen. Im Gegensatz zur vergangenen Trainingswoche auch ganz ohne Gegenspieler. Drei bis vier einstudierte Ecken hat der FCM im Repertoire, zusätzlich wird immer noch eine spezielle Variante gegen den kommenden Gegner geübt.

Und auch für das morgige Duell im hohen Norden haben sich Hoßmang, Bankert und Co. wieder etwas überlegt. „Wir haben unserer Offensivabteilung neue Möglichkeiten an die Hand gegeben, um zu Erfolgserlebnissen zu kommen“, sagt der Trainer. Und die sind vor dem Tor dringend nötig.

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