Magdeburg (dpa) l Der 1. FC Magdeburg startet mit dem Ostderby gegen den FC Erzgebirge Aue vor heimischer Kulisse an diesem Dienstag (20.30 Uhr/Sky) in die zweite Saisonhälfte der 2. Fußball-Bundesliga. Als einziges Team in den drei deutschen Profiligen haben die Magdeburger zuhause noch kein Saisonspiel gewonnen. Das muss sich ändern, sonst dürfte der Neuling nach nur einem Jahr wieder absteigen.

So lief die Wintervorbereitung: Fünf Tests bestritt der 1. FC Magdeburg in der Vorbereitung, davon drei im Trainingslager in Spanien. Dort siegte der FCM gegen Borussia Mönchengladbach 2:1, schlug den chinesischen Erstliga-Aufsteiger FC Shenzhen mit 2:0 und setzte sich 3:0 gegen den Karlsruher SC durch. Zurück in Deutschland gab es ein 0:1 bei Energie Cottbus und einen 3:2-Sieg gegen den FSV Zwickau. Zugang Timo Perthel setzte nach seinem Mittelhandbruch ein Zeichen und stand schon tags darauf wieder auf dem Trainingsplatz.

So ist das Auftaktprogramm: Der Start hat es in sich. Gegen Erzgebirge Aue steht gleich ein Ostduell ins Haus. Zwischen den Auswärtspartien gegen den FC Ingolstadt und Arminia Bielefeld – direkte Konkurrenten also – empfangen die Elbestädter Holstein Kiel. Das Heimspiel gegen den SC Paderborn schließt den Februar ab. In der Hinrunde gab es vier Punkte aus diesen Partien, zu wenig. Jetzt sind Heimsiege Pflicht – und auch in Ingolstadt muss gewonnen werden. Sonst sinken die Chancen auf den Ligaverbleib weiter.

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Diese Verstärkungen sollen helfen: Neben Perthel für die linke Außenbahn holte der FCM drei weitere Spieler. Steven Lewerenz und Jan Kirchhoff verfügen ebenso wie der Ex-Bochumer Perthel über die bei den Magdeburgern so vermisste höherklassige Erfahrung. Ex-Bundesliga-Profi Kirchhoff soll für mehr Ballsicherheit sorgen und das Spiel stabilisieren. Unklar ist noch, wo er eingesetzt wird: Oft im defensiven Mittelfeld aufgeboten, lief er im letzten Test in der Innenverteidigung auf. Mit Giorgi Loria unterschrieb der georgische Nationaltorwart bei den Magdeburgern und ersetzt Jasmin Fejzic als Nummer 2 hinter Alexander Brunst. Außenstürmer Lewerenz soll für mehr Durchschlagskraft im Angriff sorgen.

Das muss besser werden in der zweiten Saisonhälfte: Beim FCM musste alles auf den Prüfstand. Vor allem mehr Stabilität ist das Ziel. Zu oft machten Unkonzentriertheiten eine gute Leistung kaputt. Neben einer besseren Balance zwischen Abwehr und Angriff ist mehr Durchschlagskraft nötig. 20 Treffer in 18 Partien sind zu wenig. Die Neuzugänge sollten helfen können, die Ausbeute zu verbessern. Und über allem stehen das Ziel und die Notwendigkeit, die Sieglos-Serie daheim zu beenden.

Tabellenstand vor dem Wiederbeginn: 17. Platz, 11 Punkte, 20:35 Tore, 1 Sieg, 8 Unentschieden, 9 Niederlagen.

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