Magdeburg l Christian Beck und Sören Bertram sind nicht nur Teamkollegen. Auf Auswärtsfahren sind die beiden Offensivspieler des 1. FC Magdeburg auch Zimmerkollegen. „Wir kennen uns schon sehr lange, weil wir häufig gegeneinander gespielt haben“, erzählt Neuzugang Bertram. „Als ich zum FCM gekommen bin, war es so, dass wir uns gesucht und gefunden haben.“

Beck und Bertram: gesucht und gefunden

Gesucht und gefunden ist ein gutes Stichwort – denn auch auf dem Platz ergänzen sich Beck und Bertram. Beide haben mit jeweils zwei Treffern nicht nur den Großteil der bisher sechs FCM-Saisontreffer erzielt, sie haben sich ihre Tore zum Teil auch gegenseitig aufgelegt. Und sie harmonieren besonders gut, wenn sie nebeneinander als Doppelspitze agieren.

Der B&B-Sturm zeigte nach taktischen Umstellungen von FCM-Trainer Stefan Krämer beim 1:1 gegen Mannheim und beim 0:0 in Zwickau, was möglich ist. Eigentlich Grund genug, diese Variante heute gegen 1860 München auch von Beginn an aufzubieten. Beck jedenfalls kann sich das gut vorstellen. „Ich finde, dass man sofort gesehen hat, dass Sören und ich uns auch auf dem Platz gut verstehen. Als Doppelspitze könnten wir den Gegner auch gut anlaufen, würden wir uns Wege sparen“, sagt er. „Es könnte deshalb ein passendes Mittel für das Spiel am Wochenende sein.“

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Zentrum bei FCM oft unterbesetzt

Das sieht auch Bertram so: „Wir waren zuletzt in Chemnitz im Zentrum häufig unterbesetzt. Mit Christian und mir hat es schnell gepasst.“

Was auch für die Doppelspitze Beck/Bertram spricht: Beide passen auch gut zusammen, wenn man auf ihre individuellen Stärken schaut. Beck ist ein klassischer Torjäger, der meistens da steht, wo es gefährlich wird. Sein Kopfballspiel ist Liga-Spitze. Bertram hingegen sucht auch mal das Dribbling, er kann sich durch den Strafraum wuseln. In dieser Kombination schaffen sie Räume für den Mitspieler, Beck legt beispielsweise viele Kopfbälle für den einschussbereiten Bertram ab – Bertram wiederum kann den entscheidenden Pass spielen.

Wie denkt FCM-Coach Krämer?

Trotz aller Argumente für eine dauerhafte Doppelspitze in einem 4-4-2- oder 3-5-2-System hat FCM-Trainer Krämer in den meisten Partien bisher allerdings auf eine 4-2-3-1-Grundordnung mit Beck im Zentrum und Bertram über die linke oder rechte Seite gesetzt. Doch auch der Coach scheint an der Idee, an dem B&B-Sturm von Beginn an Gefallen zu finden.

„Beide haben bereits bewiesen, dass sie es in der Doppelspitze gut regeln können, weil sie sich ergänzen. Wir müssen uns jetzt eben nur überlegen, ob es von Beginn an Sinn ergibt oder ob es eine Möglichkeit gibt, während des Spiels dahin zu kommen“, sagt Krämer.

Klar ist: Beide Spieler wollen ihren Teil dazu beitragen, damit der FCM endlich den ersten Heimsieg der Saison feiert. „Wir haben den Anspruch, Tore zu erzielen und der Mannschaft zu helfen. Wenn wir das in der direkten Kombination miteinander machen können, wäre das umso besser“, meint Bertram.

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