Magdeburg l Acht Monate ist es her, da Christian Titz den Regionalligisten Rot-Weiß Essen verlassen hat. Seither hat der neue Trainer des 1. FC Magdeburg seine freie Zeit für die Familie genutzt. Und natürlich für den Fußball. Als Zuschauer. "Ich habe mir viele Spiele von der ersten bis zur vierten Liga angeschaut", sagt der 49-Jährige bei seiner offiziellen Vorstellung am Sonnabend. Nun hat er sich auf eine schwere Mission in Magdeburg begeben. "Mut braucht man immer als Trainer", erklärt Titz.

Titz kennt viele Spieler seiner neuen Mannschaft. Und einen ganz besonders: Mit Keeper Morten Behrens hatte er schon als Coach des Hamburger SV II zusammengearbeitet und schätzt entsprechend dessen Qualitäten. Aber nicht nur auf die spielerischen Qualitäten wird es nun ankommen, sagt Titz. "Der mentale Aspekt spielt immer eine große Rolle." Gerade wenn es wie für den FCM als Tabellenvorletzten um den Kampf gegen den Abstieg geht. "Unser kurzfristiges Ziel ist der Klassenerhalt", betont der Coach.

Viel Zeit zur Vorbereitung seiner Mannschaft bleibt Titz, der einen Vertrag für die dritte Liga bis 30. Juni 2022 unterschrieben hat, dafür nicht. Bereits am Montag treten die Blau-Weißen bei Türkgücü München (19 Uhr) an. "Ich freue mich, die Mannschaft gleich kennenzulernen", erklärt er vor seinem Einstieg ins erste Training am Sonnabend. Mit Silvio Bankert und Matthias Mincu werden ihm jene Assistenten zur Verfügung stehen, die auch schon unter Thomas Hoßmang gearbeitet haben. Der 54-Jährige war am Dienstag von seinem Amt zurückgetreten. FCM-Sportchef Otmar Schork hat danach den Markt erst sondiert und sich letztlich am Freitag für Titz entschieden.