Magdeburg l Mitten in der ersten Zweitliga-Saison des Vereins muss sich der 1. FC Magdeburg auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Am 29. März, dem Tag des Zweitliga-Heimspiels gegen den 1. FC Heidenheim, beginnen im Stadion Umbaumaßnahmen. Bis Februar 2020 sollen sie abgeschlossen sein.

In diesen elf Monaten drohen dem Club wegen der reduzierten Zuschauer-Kapazität hohe Einbußen. Zum ersten Mal nennt FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik konkrete Zahlen: „Wenn wir in der 2. Liga bleiben sollten, sind das rund 1,2 Millionen Euro. In der 3. Liga wäre es nicht ganz so extrem, weil wir mit geringeren Zuschauerzahlen kalkulieren würden.“

In der ersten Bauphase werden auf der Nordtribüne zunächst die Blöcke 1 bis 5 gesperrt. Die Kapazität reduziert sich dann von 25.300 auf 19.000 Plätze. Ab 1. Juli werden dann auch die Blöcke 6 und 7 sowie Teile von Block 8 gesperrt. Bis zum 30. September beträgt das Fassungsvermögen dann sogar nur noch 16.700 Plätze.

Keine Auswirkung auf die Lizenzvergabe

„Das ist die geringste Kapazität, die wir während des Umbaus haben werden“, erläutert Kallnik. Denn Anfang Oktober sollen laut Planung die Blöcke 1 bis 4 wieder freigegeben werden, damit stünden wieder 22.000 Plätze zur Verfügung.

Die drohenden finanziellen Einbußen haben laut Kallnik immerhin keine Auswirkungen auf die Lizenzvergabe für den Club. „Ich gehe nicht davon aus, dass uns von der Deutschen Fußball-Liga irgendwelche Bedingungen gestellt werden“, betont der Geschäftsführer.

Notwendig werden die Umbaumaßnahmen in der MDCC-Arena wegen statischer Bedenken, die im November 2016 durch das bei Fans beliebte rhythmische Hüpfen festgestellt wurden. Deshalb müssen die Nord- und Südtribüne hüpfsicher gemacht werden. Seit 2016 gibt es ein Hüpfverbot für die FCM-Fans, das seinerzeit bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Doch nur so konnte eine Sperrung der Arena verhindert werden.

Umbau 2017 beschlossen

Im Juni 2017 beschloss der Stadtrat den Umbau. Der beinhaltet, dass Block U, in dem die Ultra-Fans des FCM ihren Platz haben, von einem Sitzplatz- in einen Stehplatzbereich umgebaut wird. Der Stehplatz-Heimbereich umfasst danach die Blöcke 1 bis 7. Die Gesamtkapazität der MDCC-Arena wird so auf 30 098 Plätze, 15.209 Sitz- und 14.812 Stehplätze plus 77 Presseplätze, betragen. Die Umbaukosten sollen sich auf 10,7 Millionen Euro belaufen. Eigentümer der MDCC-Arena ist die Stadt Magdeburg, die auch für die Kosten aufkommt.

Der Club wird laut Kallnik übrigens trotz der Einschränkungen keine Mietminderung bei der Stadt erwirken. Nach dem Umbau winken dem Verein schließlich Mehreinnahmen.

Was bedeutet der Umbau für die Fans?