Magdeburg l Der 1. FC Magdeburg distanziert sich erneut offen von rechtem Gedankengut und stellt nun wegen der widerrechtlichen Nutzung des Vereinslogos bei einer Trauerfeier in Chemnitz Anzeige. Schon am Montag hatte der Chemnitzer FC, dessen Logo ebenfalls bei der Trauerfeier ohne Zustimmung des Vereins an einem Trauerkranz angebracht wurde, Anzeige erstattet.

Hintergrund der Aufregung ist ein Vorfall in Chemnitz am Montag, 18. März, bei dem ein Trauerkranz mit beiden Vereinslogos während der Beerdigung des überregional bekannten Chemnitzer Rechtsextremisten Thomas Haller in der sächsischen Stadt aufgetaucht ist. Rund 1000 Fußball-Hooligans und Neonazis hatten an dem Trauerzug teilgenommen.

Der 1. FC Magdeburg stellte nun am Dienstag nochmals klar, dass es sich bei der Verwendung des FCM-Logos um eine widerrechtliche Nutzung handelte. Eine Freigabe der Logo-Nutzung ist zu keinem Zeitpunkt erfolgt, wie die Pressestelle mitteilte, sodass der FCM Anzeige bei der Polizei erstattet hat.

Neben der Anzeige kündigte der 1. FC Magdeburg zudem an, dass die mit dem Trauerkranz in Verbindung gebrachten Teilnehmer, welche in Vergangenheit als Ordnungskräfte bei den FCM-Heimspielen tätig waren, künftig nicht mehr bei Spielen des 1. FC Magdeburg eingesetzt werden.