Magdeburg (dpa) l Erstmals seit über einem Jahrzehnt spielen die Eisernen von Union Berlin wieder beim 1. FC Magdeburg. Das letzte Punktspiel an der Elbe war am 10. November 2007 beim 1:1 in der Regionalliga Nord. Nun soll es am Sonntag (13.30 live auf Sky) ein Fußballfest werden. Der dreimalige DDR-Meister peilt unter seinem neuen Trainer Michael Oenning den ersten Sieg an. Bislang hat der Fußball-Zweitligist unter neuer sportlicher Führung nur einen Punkt aus zwei Spielen geholt. Und nun kommt ausgerechnet der noch ungeschlagene Tabellen-Dritte aus Köpenick.

"Union ist eine sehr clevere Mannschaft, wo die Balance stimmt. Wir werden es natürlich versuchen, die ersten zu sein, die Unioner zu schlagen", kündigte Oenning selbstbewusst vor dem Duell an. Allerdings meinte er im selben Atemzug: "Es wird kompliziert werden. Wir werden versuchen nach vorne zu spielen." Als Tabellen-16. benötigen die Sachsen-Anhalter nach sieben sieglosen Spielen endlich einen Dreier. Die Statistik gegen die Unioner sieht nicht so schlecht aus: In den bislang zehn Aufeinandertreffen gab es fünf Siege und vier Niederlagen, die Tordifferenz ist mit 18:18 Treffern ausgeglichen. In der 2. Liga ist es allerdings das erste Duell.

Oenning will die Union-Abwehr mit einem schnellen Spiel bearbeiten. "Das Passspiel ist elementar wichtig. Man muss in der Lage sein, das Spiel schnell zu machen. 'Der Ball hat die beste Kondition' – das ist eine schöne Attitüde", sagte der Cheftrainer. Auch Stürmer Felix Lohkemper setzt auf dieses Mittel: "Längere Ballbesitzphasen und sicheres Passspiel sind die Nuancen, die uns vielleicht zuletzt gefehlt haben." Doch Oenning warnt sein Team zugleich. "Union spielt sehr abgeklärt und hat mit Abstand die sicherste Abwehr, das ist ein richtiges Bollwerk. Als Mannschaft funktionieren sie perfekt", erklärte er.

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Lohkemper setzt zudem auf die Fans. Immerhin sind bereits 23.000 Tickets abgesetzt. "Unsere Fans im Rücken zu haben, ist ein tolles Gefühl. Ich glaube, das Spiel am Sonntag wird vor allen Dingen für die Fans sehr besonders. Da ist man natürlich umso motivierter, alles rauszuhauen", sagte der Stürmer. Für das brisante Duell wurde sogar der erfahrene FIFA-Schiedsrichter Dr. Felix Brych angesetzt.

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