Magdeburg l Die Aufstiegs-Relegationsspiele am Ende der Regionalligasaison sind seit Jahren umstritten. Dass Regionalliga-Meister in zwei Par tien über Aufstieg und völliger Enttäuschung entscheiden, empfinden viele Fans als ungerecht.

Doch nicht nur die Fans machen sich ihre Gedanken. Nach dem Spiel des 1. FC Magdeburg gegen den 1. FC Union Berlin solidarisierten sich die FCM-Spieler. Sie hielten gemeinsam und demonstrativ ein Banner in die Höhe, auf dem stand: „Meister müssen aufsteigen!“ Dieses Banner zeigten während des Spiels bereits die Fans von Block U. „Die Fans haben mit uns gesprochen, und wir waren bei der Aktion gerne dabei“, betont FCM-Kapitän Christian Beck. Denn: „Es kann nicht sein, dass eine Mannschaft über ein Jahr gute Leistungen zeigt, Meister wird und dann in zwei Spielen alles verliert.“

Beck weiß, wovon er spricht, auch wenn er ein Relegationsgewinner ist. 2015 traf der Club in zwei Duellen auf die Kickers aus Offenbach. Beck erinnert sich gut. „Die Anspannung vor den Spielen war riesig, sie war danach nie wieder so groß. Die Ungewissheit ist das Schlimmste“, sagt er. Und: „Zum Glück haben wir uns durchgesetzt. Offenbach hätte nach der starken Saison als Meister aber auch den Aufstieg verdient gehabt.“

Deshalb müsse der DFB endlich handeln und eine gute Lösung finden. Diese sollte beinhaltet, was sich fast alle wünschen. „Meister müssen aufsteigen! Daran gibt es keinen Zweifel“, so Beck.

Momentan gibt es in der Regionalliga eine Übergangsvariante mit rollierenden Aufsteigern. Von einer tragfähigen Lösung scheint der DFB aber ein gutes Stück entfernt zu sein. Knackpunkt ist die ungerade Anzahl von momentan fünf Regionalligen. Der DFB würde gerne auf vier Staffeln reduzieren. Dieser Idee könnte dann allerdings die Regionalliga Nordost komplett zum Opfer fallen.