Leipzig l Für FCM-Neuzugang Mario Kvesic war es das erste Spiel im neuen Trikot. Der Offensivspieler führte sich gut ein und erzielte auch seinen ersten Treffer im Club-Trikot.

Aufstellung

FCM, 1. Halbzeit: Behrens - Costly, Harant, Müller, Perthel - Rother, Jacobsen - Kvesic - Bell Bell, Beck, Kwadwo.

FCM, 2. Halbzeit: Brunst - Ernst, Bomheuer (71. Harant), Koglin, Schmedemann - Laprévotte, Gjasula - Kanther - Chahed, Roczen, Temp.

Taktik

FCM-Trainer Stefan Krämer setzte erneut auf sein favorisiertes 4-3-3, wechselte aber in der Halbzeit zumindest personell kräftig durch.

Spielverlauf

Der FCM startete offensiv, störte den Gegner früh und ging auch früh in Führung: Neuzugang Mario Kvesic führte sich super ein. Sein Weitschuss ging an die Unterkante der Latte, Torjäger Christian Beck staubte dann zum 1:0 für Magdeburg ab (2.). Auch danach hatten die Gäste deutlich mehr vom Spiel, Chemie versuchte zu kontern. Die besseren Gelegenheiten verbuchte aber der Club: Wiederum Beck vergab in der Anfangsphase nach seinem Führungstreffer aussichtsreich (11.). Das Zusammenspiel mit dem agilen Kvesic, der hinter den Spitzen wirbelte, sah in der ersten Hälfte bereits ansehnlich aus. In der 22. Minute trug sich Kvesic dann sogar in die Torschützenliste ein: Nach einem Beck-Pass wurde Manfred Osei Kwadwo von Chemie-Torhüter Julien Latendresse-Levesque im Strafraum gefoult. Kvesic verwandelte den Elfmeter zum 2:0.

In der Folge lief viel über die rechte Seite, auf der Marcel Costly überzeugte. In der 34. Minute setzte er Kwadwo in Szene, der aber vergab. Kurz vor der Halbzeit war es erneut Costly, der diesmal zu Beck passte. Der Torjäger ließ sich die Chance diesmal nicht nehmen - 3:0 (41.).

Nach der Pause schickte Krämer eine komplett andere Mannschaft auf den Platz - das System blieb aber grundsätzlich das gleiche. Die bis dahin beste Leipziger Chance hatte Leo Felgenträger (56.), der aber in FCM-Torhüter Alexander Brunst seinen Meister fand. Fünf Minuten später war es wieder Brunst, der die Leipziger zur Verzweiflung brachte. Im direkten Duell mit Philipp Wendt behielt er die Oberhand. Im Vergleich zur ersten Hälfte lief es beim Club nicht mehr so flüssig, die Mannschaft hatte Abstimmungsprobleme. Sorgen bereitete der verletzungsbedingte Ausfall von Dustin Bomheuer (71.). Der Innenverteidiger humpelte mit Problemen am rechten Knie vom Platz - für ihn kam Philipp Harant.

Eben jener Harant wurde dann in der 75. Minute überlaufen - Chemie traf zum umjubelten und nicht unverdienten 1:3 aus Leipziger Sicht durch Tommy Kind. Dabei blieb es dann auch bis zum Ende. "Die erste Hälfte hat mir gut gefallen, da kann ich nur die Chancenverwertung kritisieren. Nach der Pause hat man gesehen, dass die jungen Spieler noch etwas Zeit brauchen. Man darf sie nicht mit Erwartungen überfrachten. Unser Anspruch muss sein, sie möglichst schnell an das Niveau heranzuführen, das sie in der 3. Liga brauchen. Da sind ganz viele noch nicht", sagte FCM-Trainer Stefan Krämer. "Die Testspiele helfen uns aber enorm, um zu sehen, wer wo steht."

Fazit

In der ersten Hälfte überzeugte der FCM, setzte bereits viel von dem, was sich Trainer Stefan Krämer vorstellt, um. Auch Neuzugang Mario Kvesic führte sich sehr gut ein. Nach dem Seitenwechsel und damit verbundenen personellen Wechseln fiel die Leistung deutlich ab. Es gilt weiter an der Abstimmung zu arbeiten.

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