Magdeburg l Seit Dienstag steht fest, dass Thomas Hoßmang seinem Kader-Puzzle wieder zwei neue Teile hinzufügen kann. Denn gemeinsam mit dem neuen sportlichen Leiter Otmar Schork entschied sich der Trainer des Drittligisten 1. FC Magdeburg dazu, die zuvor freigestellten Spieler Sören Bertram und Jürgen Gjasula wieder in das Team aufzunehmen. Die beiden waren im Training zuerst teils, seit gestern dann voll integriert.

Doch Hoßmang betonte mit Blick auf das wichtige Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern: „Für das Wochenende sind sie noch keine Option.“ Der Coach will zwar künftig „nicht auf die Qualität der beiden verzichten“, das Krisenduell bei den Roten Teufeln kommt für die Routiniers, die weiterhin Trainingsrückstand haben, aber noch zu früh.

Hoßmang findet Franzke-Ausfall bitter

Umbauen muss der Coach sein zuletzt erfolgreiches Team, das mit dem 2:1 gegen Bayern München II „einen wichtigen Schritt“ gemacht hat, aber ohnehin. Denn Maximilian Franzke, der seit seiner Verpflichtung Anfang Oktober in allen sechs Pflichtspielen zum Einsatz kam, zog sich gegen Bayern II einen Sehnenanriss im linken Oberschenkel zu. „Schade, dass er sich so schwer verletzt hat. Er ist eine Belebung für unser Spiel und hat sich mit seinem Tor belohnt. Wir müssen aber akzeptieren, dass er ausfällt“, sagt der Coach.

Und Hoßmang muss für die Offensive nun ein anderes Puzzleteil finden – einen Spieler, der die Kaiserslauterer ärgern kann. Immerhin ist der krisengebeutelte Traditionsverein zuletzt unter Neutrainer Jeff Saibene „stabil geworden“, so Hoßmang. Denn für den für den FCK (18.) gab es in den vergangenen fünf Spielen nur eine Niederlage – aber auch nur sechs Punkte, die auch der FCM (19.) im gleichen Zeitraum holte. „Die Situation passt beiden Teams nicht“, weiß der FCM-Coach. Doch das zählt nicht für ihn. Es kommt auf „Emotionen und Leidenschaft“ an und darauf, den viel zitierten „Prozess weiterzuführen“.

Kath hat beim Coach Eindruck hinterlassen

Wer dabei nun in der Offensive wirbeln soll, lässt Hoßmang zunächst offen. „Wir haben Möglichkeiten“, hält er sich bedeckt. Natürlich würde es naheliegen, dass Florian Kath in das Team rückt. Immerhin konnte der Angreifer am Wochenende nach seiner Einwechslung überzeugen. „Er hat eine sehr ansprechende Leistung gezeigt“, hinterließ der 26-Jährige bei Hoßmang auch in nur 26 Minuten Eindruck. Er sagt aber auch: „Er ist noch nicht wieder bei 100 Prozent.“

Kath selbst legt seinen Fokus momentan voll auf den Fußball, möchte sich durch nichts ablenken lassen. Viel zu lange war seine Leidenszeit nach zwei Spielzeiten ohne Profieinsatz. Er möchte wieder anknüpfen an seine Bundesliga-Saison mit den Freiburgern 2017/18 oder die Spielzeit zuvor, als er schon einmal an den FCM ausgeliehen war und in 19 Spielen an fünf Toren beteiligt war (drei Tore, zwei Vorlagen).

Auch Conteh ist eine Option

Ein Einsatz und eventuell sogar eine Torbeteiligung in Kaiserslautern würden dem gebürtigen Balinger natürlich ungemein guttun. Als Franzke-Ersatz auf Außen sieht ihn der Trainer jedoch nicht, dort sei eher der nach Problemen am Zeh wieder fitte Sirlord Conteh eine Option. Und im Sturmzentrum? Da könnte eben Kath spielen. Oder wie zuletzt Daniel Steininger. Genauso aber auch Kai Brünker oder Kapitän Christian Beck. Der große Kader eröffnet Hoßmang eben große Möglichkeiten. Er muss nur das richtige Puzzleteil für das richtungsweisende Spiel in Kaiserslautern wählen.

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