Novo Sancti Petri l Claus-Dieter Wollitz gab am Montag den Spaßvogel. Der Trainer des 1. FC Magdeburg ging während des Testspiels gegen den belgischen Erstligisten Royal Excel Mouscron in der sechsten Minute kurzerhand auf den Linienrichter zu und sagte: „Bist du für den Gegner? Ihr pfeift ja nur gegen uns Abseits.“ Das war natürlich alles andere als ernst gemeint, Wollitz nahm den Linienrichter nach dieser Aussage mit einem Lächeln im Gesicht in den Arm.

Der neue FCM-Coach ist bekanntlich ein Mann der emotionalen Extreme. Und so war nach dem Abpfiff, nach der knappen 1:2-Niederlage, die gute Laune dann doch gedämpft: „Wir sind schon enttäuscht, dass wir die Partie noch verloren haben. In der ersten Hälfte waren wir sehr gut organisiert, das hat mir schon gut gefallen.“

Wollitz voller Emotionen an der Seitenlinie

In der ersten Partie unter dem neuen Coach zeigte Wollitz genau das, wofür er seit Jahren bekannt ist: Der 54-Jährige lief an der Seitenlinie hin und her, durchlitt jede Spielszene emotional mit. Wollitz jubelte, wenn eine Aktion gelungen war, schrie frustriert, wenn ein Pass mal nicht ankam.

Ein besonderes Augenmerk galt Testspieler Daniel Steininger. Der Fürther stand 45 Minuten auf dem Platz, lief im 4-3-3-System als linker Außenstürmer auf. In der siebten Minute erzielte er 24-Jährige sogar ein Tor, das aber zu Recht wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde.

Testspieler Steininger trifft zum 1:0

Aber in der 24. Minute war es dann doch so weit: Timo Perthel setzte sich auf der linken Seite gut durch und passte nach innen. Dort stand Steininger goldrichtig und verwandelte zur Führung. Für den Stürmer war es eine erste Empfehlung für eine mögliche Festanstellung. „Man sieht, dass Daniel ein Abschlussspieler ist“, lobte Wollitz. Für eine genaue Einschätzung sei es aber noch zu früh. Denn: „Ich will jetzt in den kommenden Tagen sehen, wie er auf die Belastungen im Training reagiert.“

Ansonsten ließ der FCM den Ball zwar ansehnlich laufen, ohne dabei aber viel Torgefahr zu erzeugen. Dafür stand aber die Defensive des Clubs wie schon in der 3. Liga gewohnt gut.

Zehn Wechsel in der Pause

In der Pause wechselte Wollitz fast komplett durch, nur Torhüter Morten Behrens blieb auf dem Rasen. Die Magdeburger standen in der zweiten Hälfte nicht mehr ganz so sicher wie noch vor dem Seitenwechsel.

Die Belgier kamen neun Minuten vor Schluss zum Ausgleich. Stipe Perica verwandelte einen Foulelfmeter, den FCM-Innenverteidiger Dustin Bomheuer verursacht hatte. Perica war es auch, der in der Nachspielzeit zum Sieg der Belgier traf.

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