Magdeburg l Mit dem verletzten Luka Sliskovic und Sirlord Conteh, für den es nach einer Sehnenzerrung noch nicht für die Startelf reichte, musste FCM-Coach Thomas Hoßmang im Heimspiel gegen den SV Meppen zwei Offensivspieler ersetzen, die zuletzt mit ihren tiefen Läufen für viel Gefahr sorgten. Gefahr, die im Kellerduell der 3. Liga offenkundig fehlte. Denn der 1. FC Magdeburg kam gegen den Tabellenletzten nicht über ein 0:0 hinaus

Mit Sören Bertram und Adrian Malachwoski in der Startelf stellte der Coach auf ein 5-3-2-System um. Auch ohne offensive Flügelspieler startete der FCM mutig und mit mehr Ballbesitz. Hinten eröffneten sich allerdings immer wieder Räume für Meppener Konter. So hatte der FCM Glück, dass Luka Tankulic eine flache Hereingabe knapp verpasste (9.).

Die erste gute Chance für den FCM hatte dann Bertram, der neben Kapitän Christian Beck stürmte und den Ball nach einer Flanke von Andreas Müller knapp am rechten Pfosten vorbeiköpfte (19.). In den Ballbesitzphasen erzeugten die Gastgeber mit den aufgerückten Außenverteidigern Dominik Ernst und Raphael Obermair viel Druck. Letzterer setzte sich auf der linken Seite nach 30 Minuten auch gut durch und bediente Beck, dessen Versuch mit der Hacke wieder knapp vorbeiging.

Die großen Höhepunkte blieben bis zur Pause aber aus, waren in dem kampfbetonten Kellerduell aber auch nicht wirklich zu erwarten. Auf beiden Seiten fehlten die entscheidenden Ideen, was sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht änderte.

FCM-Flanken finden keinen Abnehmer

Die Meppener lauerten weiterhin auf Konter und hatten so durch Rene Guder eine Chance, die allerdings von FCM-Schlussmann Morten Behrens problemlos entschärft wurde (52.). Auf der Gegenseite versuchte sich der FCM zwar immer wieder mit Flanken, diese fanden aber selten den richtigen Abnehmer. Mit der Einwechslung von Kai Brünker für den oft abgemeldeten Beck wollte Hoßmang für neue Akzente sorgen.

Doch die Magdeburger fingen sich nach einem Fehlpass von Jürgen Gjasula stattdessen den nächsten Konter, den die Meppener allerdings nicht gut ausspielten – der Ex-Magdeburger Julius Düker stand letztlich im Abseits (62.). Deutlich mehr Glück hatten die Blau-Weißen dann vier Minuten später, als Tankulic im Strafraum zu viel Platz hatte, den Ball aus kurzer Distanz aber über das FCM-Tor zimmerte.

Zehn Minuten vor dem Ende liefen die Blau-Weißen in den nächsten Konter und durften sich einmal mehr bei Behrens bedanken, der einen Schuss von Guder stark entschärfte. Und die Meppener investierten weiter mehr und hatten in der Schlussphase ein Chancenplus.Weil der Tabellenletzte aber nicht konsequent genug war, blieb es für den FCM am Ende bei einem etwas schmeichelhaften Punkt.