Magdeburg l Für den 1. FC Magdeburg steht demnächst ein hartes Programm an. Drei Spiele in sechs Tagen muss der Vorletzte der 3. Liga bestreiten – auf das Auswärtsduell in Ingolstadt am Sonntag folgen am Mittwoch ein Heimspiel gegen Rostock und am nächsten Sonnabend die Reise nach Zwickau. In dieser Woche gilt umso mehr, dass „jeder Spieler wichtig“ ist, wie FCM-Coach Thomas Hoßmang oft genug betonte.

Dazu zählt auch Henry Rorig, der bislang nur auf einen Einsatz und drei Minuten Spielzeit kommt. Zwar hatte der 20-jährige Neuzugang natürlich nicht gleich den Anspruch, Stammspieler zu werden, der Rechtsverteidiger betont aber: „Natürlich bin ich enttäuscht, habe es mir etwas anders vorgestellt. Ich bin als Entwicklungsspieler gekommen. Aber am besten kann man sich entwickeln, wenn man auch spielt.“

Freude über das Profidebüt

Im Kader stand er bislang immer – sicher auch aufgrund der U-23-Regel. Eingewechselt wurde er aber nur kurz vor dem Ende beim 1:2 gegen Wiesbaden. Fragend tippte er sich damals auf die Brust unter dem Motto: „Wirklich ich?“ Rückblickend erklärt er: „Das kam etwas überraschend. Es hat mich aber gefreut.“ Immerhin war es das erste Profispiel des gebürtigen Langenhageners, der zuvor in der Regionalliga-Mannschaft von Werder Bremen II kickte.

Und nun sollen weitere folgen. Für ihn spricht, dass er im Team gut zurechtkommt. „Ich habe mich mittlerweile eingelebt, kenne die Stadt schon gut und brauch kein Navi mehr“, erzählt er lachend. Auch seine Qualitäten sind beim FCM, der ihn vor der Verpflichtung nicht weniger als 13 Mal scoutete, durchaus bekannt. Er selbst sieht seine Schnelligkeit und seine Flanken als Pluspunkt. „Ich bin zudem laufstark, suche das Eins-gegen-eins und bringe Leidenschaft und Wille mit.“

Auch Hoßmang bleibt das natürlich nicht verborgen. Rorig spricht von „guten Gesprächen“ mit dem Coach. „Ich verstehe mich mit ihm. Er sagt mir, worauf ich noch achten soll.“ Rorigs Defizite liegen vor allem im Defensivverhalten und im Stellungsspiel. „Der Trainer sagt aber auch, dass er mit meiner Trainingsleistung zufrieden ist. Das stimmt mich positiv. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg.“

Viele Gespräche mit Dominik Ernst

Wäre da nicht die große Konkurrenz auf seiner Position. Mit Dominik Ernst (30) und Alexander Bittroff (32) hat er sehr erfahrene Mitspieler auf seiner Position, die ihm aber auch helfen. Vor allem mit „Dodo“ versteht er sich gut. „Ich spreche viel mit ihm und schaue mir einiges ab. Er ist auch ein Kämpfer.“

So wie Rorig, der das auf dem Platz künftig auch zeigen möchte. Was seine Einsatzzeit angeht, betont er: „Ich bleibe positiv und hoffe, dass ich in der englischen Woche Spielminuten sammeln kann.“