Magdeburg l Eine späte Niederlage ist nie leicht zu verdauen. Besonders nicht, wenn man sie als 1. FC Magdeburg gegen den Konkurrenten aus dem Süden Sachsen-Anhalts kassiert. Doch Sportchef Otmar Schork glaubt nicht, dass die 0:1-Pleite beim Halleschen FC die Blau-Weißen im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga entscheidend zurückwerfen wird.

„Die Mannschaft hat Aufsteher-Qualitäten, das hat sie schon bewiesen. Ich glaube nicht, dass die Niederlage in Halle sich auf Mittwoch auswirken wird“, sagt Schork, der auf das Heimspiel gegen 1860 München (19 Uhr) durchaus zuversichtlich blickt. Klar müsse sein Team „jetzt die Wunden lecken“. Und: „Es wäre gut gewesen, zum Abschluss der schweren englischen Woche mit drei Auswärtsspielen zumindest einen Punkt mitzunehmen.“

Trainer stand für Schork nie in Frage

Doch das ist nicht gelungen, die Bilanz dieser Spiele mit sechs Punkten aber trotzdem sehenswert. Das hatten viele Fans so nicht erwartet. Nach dem 1:2 gegen Saarbrücken waren die FCM-Anhänger erzürnt und forderten mehrheitlich den Rauswurf von Thomas Hoßmang. Eine Woche später ist die Kritik am FCM-Trainer vorerst verstummt. Ob das Schork in seiner Entscheidung, dem 54-Jährigen auch in der schwierigen Phase zu vertrauen, recht gibt? „Darum geht es überhaupt nicht“, betont der Sportchef, der seit November im Amt ist. Er lässt verlauten, dass der Coach für ihn nie in Frage stand. „Es war eminent wichtig, dass wir unseren Offensivbereich verstärkt haben“, so Schork.

Und mit den Verpflichtungen von Nico Granatowski und Saliou Sané lag er goldrichtig. Zwar konnten die beiden Neulinge in Halle auch „nur ansatzweise überzeugen“, davor sorgten sie aber für die Belebung der Offensive. „Es war wichtig, dass wir die beiden Spieler bekommen haben“, schätzt Schork ein. „Sie sind sehr gut in der Balleroberung und im Umschaltspiel. Das hat sich extrem verbessert. Mit ihnen ist eine ganz andere Handschrift zu erkennen.“

Keine Transfers im Winter mehr

Und mit Baris Atik hat der FCM sogar noch einen dritten Neuzugang in der Hinterhand, der derzeit allerdings verletzt ist. Insgesamt umfasst der Kader schon 32 Spieler. Weshalb Schork betont, dass im Winter-Transferfenster (bis 1. Februar) kein neuer Spieler mehr verpflichtet werden soll. „Es sei denn, in den zwei Spielen passiert noch etwas. Dann würde ich es nicht komplett ausschließen.“

Seine Hoffnung, dass bis zum Ende des Monats aber alle Akteure verletzungsfrei durchkommen, ist genauso groß wie die auf weitere Punkte. Denn nach der Niederlage in Halle ist der FCM wieder auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Wobei Schork klarstellt: „Die Tabelle interessiert mich zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht. Die Mannschaft ist stabil genug.“ Wenn jetzt noch mehr Frische hinzukomme, immerhin haben die Blau-Weißen dieses Mal einen Tag mehr Pause, „dann werden wir gut gerüstet sein, um gegen 1860 zu bestehen“, ist sich Schork sicher.