Fürth l Es war zwar eine schöne Formulierung, die Botschaft wurde aber trotzdem unmissverständlich klar: „Nils Butzen ist ein wunderbarer Kapitän für die Zukunft“, sagte FCM-Trainer Oenning zum Kapitänswechsel, „im Moment ist er aber, glaube ich, ganz froh darüber, dass wir die Entscheidung so getroffen haben.“ Butzen musste die Binde nach anhaltender Kritik an seiner Leistung an Christian Beck abgeben – und verbrachte im Spiel des Fußball-Zweitligisten 1. FC Magdeburg bei Greuther Fürth (2:3) am Freitagabend gleich 90 Minuten auf der Bank. Die „Butzen spielt immer“-Mentalität, die noch unter Jens Härtel herrschte, scheint der Vergangenheit anzugehören.

„Im Laufe der vergangenen Woche hat der Trainer mit mir und Nils gesprochen“, berichtete Neu-Kapitän Beck, „und im Prinzip ist es ja keine große Veränderung, außer, dass ich jetzt die Binde trage.“ Für Beck steht fest, dass er und Butzen sich weiterhin regelmäßig austauschen werden und dass der Ex-Kapitän nicht an seinem Standing innerhalb der Mannschaft eingebüßt hat. „Der Trainer wollte um Butzen jetzt einfach ein bisschen Ruhe reinbringen. Aber wird sind weiter die Rädelsführer“, bekräftigte Beck.

Dass die Rollenumverteilung zwischen den beiden nicht zu einem Zwist geführt hat, zeigte sich in dem Fürth-Spiel. Nach seinem Treffer umarmte Beck lange den an der Seitenlinie stehenden Butzen. Und jener wiederum lief nach Abpfiff zu dem enttäuscht am Boden liegenden Beck, um ihn aufzurichten.

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Oenning will Butzen mit seiner Entscheidung die Möglichkeit geben, sich wieder gänzlich auf seine eigene Leistung konzentrieren zu können. Und er traut Beck aufgrund dessen Erfahrung zu, die Rolle anzunehmen und voranzugehen.

Butzen war noch von Härtel zum Kapitän ernannt worden. Er folgte auf Marius Sowislo.

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