Magdeburg l Die Emotionen waren riesig, als Philip Türpitz in der vierten Minute der Nachspielzeit für den 1. FC Magdeburg zum 2:1 beim Hamburger SV traf. Direkt nach dem Treffer stürmten viele Spieler und Verantwortliche von der Bank auf den Rasen, um zu feiern. Unter ihnen war auch FCM-Trainer Michael Oenning. Doch nur wenige Meter nachdem er seinen Lauf begonnen hatte, lag er plötzlich auf dem Boden.

Oenning kommt mit Schrecken davon

Was war passiert? Es gab zwar viele Videoaufnahmen und Fotos, doch so richtig konnte der Fall bisher nicht aufgeklärt werden. Bis Donnerstag: Oenning rekonstruierte mit einem Lächeln und nicht ganz Ernst gemeint bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Sonnabend (13 Uhr) gegen Darmstadt seinen Sturz. „Das war ein echter Schock“, sagt er. „Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg geräumt worden. Ich habe mich aber nicht schwerer verletzt, bin mit ein paar nassen Knien und dem Schrecken davongekommen.“

Doch wer war der Übeltäter? Der FCM-Coach fand gefallen an dem Fall und ließ die neugierig wartenden Journalisten zunächst noch etwas zappeln. „Ich weiß, wer es war. Es ist interessant, dass es offensichtlich niemand gesehen hat, wer es war. Wir hatten so viele Fans dabei, einige auch hinter der Bank, die die Szene gefilmt haben“, so Oenning.

So jubelt der FCM nach 2:1-Sieg beim HSV

Hamburg / Magdeburg (tw) l Der Jubel nach dem 2:1 des 1. FC Magdeburg gegen den Hamburger SV in der Nachspielzeit kannte keine Grenzen. So ließen die FCM-Spieler ihrer Freude freien Lauf.

  • Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter und Rico Preißinger. Foto: Imago/Jan Huebner

    Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter und Rico Preißinger. Foto: Imago/Jan Huebner

  • Grenzenloser Jubel beim FCM:  Philip Türpitz, Marius Bülter und  Felix Lohkemper (von links). Foto: Imago/Jan Hübner

    Grenzenloser Jubel beim FCM: Philip Türpitz, Marius Bülter und Felix Lohkemper (von l...

  • Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Jan Hübner

    Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Jan Hübner

  • Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Nordphoto

    Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Nordphoto

  • Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Nordphoto

    Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Nordphoto

  • Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Nordphoto

    Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Nordphoto

  • Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Jan Huebner

    Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Jan Huebner

  • Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Jan Huebner

    Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Jan Huebner

FCM-Trainer liegt auf dem Rasen

Der erste Gedanke, nachdem der Trainer auf den Platz gesprintet war, war übrigens: „Das ist jetzt vielleicht gar nicht so gut.Wir sind ja alle wie die Amateure auf den Rasen gerannt.“ Doch viel Zeit zum Nachdenken blieb nicht. „Dann hat es nämlich schon Rums gemacht“, sagt Oenning. „Das Verrückte war ja, dass ich im ersten Moment nicht hochgekommen bin und dachte, dass jetzt alle auf mich drauffallen.“

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Dazu kam es aber nicht. Und der Trainer war auch nicht böse. „Das ist einfach das Ausleben von Emotionen. Ich glaube auch, dass es dem Übeltäter nicht bewusst war, was er macht. Ich war einfach nur im Weg.“

Dann hatte Oenning ein Einsehen - und nannte mit einem schelmischen Grinsen den Namen. „Es war Jan Kirchhoff. Zunächst hatte ich einen anderen im Verdacht, der sich aber geoutet hatte“, sagt er. Auf die im Spaß gemeinte Frage, ob Kirchhoff denn nach diesem Vorfall gegen Darmstadt spielen werde, sagte Oenning mit einem Lachen: „Er zittert.“

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