Magdeburg l Der FCM spielt zwei zwei Klassen tiefer als der SC Freiburg, im DFB-Pokalspiel am Sonnabend war dieser Unterschied allerdings nicht zu sehen.

Tore

0:1 Luca Waldschmidt (93.): Der Freiburger Angreifer wurde im Vorwärtsgang nicht gestört, nutzte die Chance - und traf mit einem platzierten Weitschuss.

Aufstellung

FCM: Behrens - Ernst, Gjasula, T. Müller, Perthel (106. Costly) - Laprévotte (70. Rother), Jacobsen - Bertram, Kvesic (106. Roczen), Osei Kwadwo (73. Chahed) - Beck.

Taktik

Wie zuletzt beim 3:1 in Meppen setzte FCM-Trainer stefan Krämer auf ein 4-2-3-1-System. Personell gab es zwei Veränderungen: Für den verletzten Sirlord Conteh begann Doppel-Torschütze Manfred Osei Kwadwo und im Tor bekam Morten Behrens seine Bewährungschance.

 

Spielverlauf

1. Halbzeit: Der FCM versuchte zu Beginn, die Freiburger früh zu stören, um Fehler zu provozieren. Und die Gäste reagierten: Sören Bertram nahm Christian Günter den Ball ab, Charles Elie Laprévotte legte auf Christian Beck ab, der die Kugel aber knapp verpasste (5.). Der mutige Auftakt des Clubs konnte sich durchaus sehen lassen. Offensichtlich wirkte der erste Saisonsieg in Meppen auf die Mannschaft wie eine Befreiung. Kurz darauf spielte Dominik Ernst Sören Bertram schön frei. Dessen Eingabe verfehlte aber einen FCM-Spieler (9.). Freiburg fand in den ersten zehn Minuten in der Offensive überhaupt nicht statt. Dem Team war anzumerken, dass es erst das erste Pflichtspiel bestritt.

In der Folge hatte Freiburg zwar häufiger den Ball (56 Prozent), konnte aus der optischen Überlegenheit nichts machen. In der 25. Minute kam das Team von Trainer Christian Streich dann erstmals gefährlich vor das gegnerische Tor: Nils Petersen leitete geschickt zu Nicolas Höfler weiter, der aber über den FCM-Kasten schoss. Zwei Minuten später zirkelte Mario Kvesic auf der Gegenseite einen Freistoß von rechts aufs Freiburger Tor - Tobias Müller köpfte aber vorbei.

Der FCM machte ein richtig gutes Spiel - und wäre nach der ersten Ecke fast in Führung gegangen: Sören Bertram traf den Eckstoß und Christian Beck köpfte an den Pfosten (38.). Eine Minute später passte Ernst genau in die Schnittstelle, Beck verpasste in der Mitte nur um Zentimeter. Besonders Dominik Ernst spielte wie aufgedreht, erkämpfte Bälle, flankte schnell nach vorne, lief Kilometer um Kilometer. Kurz vor der Halbzeit hätte er dann fast sogar den Führungstreffer erzielt (44.).

2. Halbzeit: Gleiches Bild nach dem Seitenwechsel: Der FCM hatte die Partie größtenteils im Griff, hatte die besseren Chancen wie Christian Beck in der 53. Minute - und wirkte in vielen Aktionen einfach wacher als Freiburg. Doch dass die Gäste trotzdem jederzeit gefährlich sein können zeigte Luca Waldschmidt, der nach rund einer Stunde das Außennetz traf (57.). Ansonsten kontrollierte der Club weiterhin das Geschehen - alleine der zu diesem Zeitpunkt verdiente Treffer fehlte. Eine Viertelstunde vor Schluss war es erneut Ernst, der SC-Keeper Alexander Schwolow mit einem Weitschuss prüfte. Nach der folgenden Ecke hatte Müller eine gute Chance - doch es stand weiterhin 0:0.

In der Nachspielzeit hatte dann noch mal Kvesic eine Chance, doch die Partie blieb torlos - und ging damit in die Verlängerung.

Verlängerung: Die Verlängerung begann denkbar ungünstig aus Magdeburger Sicht: Der Freiburger Luca Waldschmidt, den der FCM ansonsten gut im Griff hatte, wurde nicht gestört, nutzte dann die Gelegenheit, zog ab und traf zur Gästeführung (93.). Dem Club waren die Anstrengungen der zurückliegenden 90 Minuten anzumerken. Freiburg übernahm immer mehr das Kommando. Beim FCM hatte Timo Perthel zwar noch mal eine Chance, das Krämer-Team war aber nicht mehr so zwingend wie in der regulären Spielzeit.

Zur zweiten Halbzeit der Verlängerung brachte Krämer dann mit Anthony Roczen und Marcel Costly für Mario Kvesic und Timo Perthel noch mal zwei frische Spieler. In der 108. Minute hatte der freistehende Ernst alle Möglichkeiten, den Ball gefährlich in die Mitte zu passen - die Kugel kam aber zu ungenau und die Gelegenheit war vergeben. Der Club versuchte jetzt noch mal alles, hatte aber vor dem letzten Pass häufig auch etwas Pech. Letztendlich blieb es beim 0:1.

Fazit

Der FCM verkaufte sich sehr teuer, überzeugte vor allem in der regulären Spielzeit. Allerdings verpasste es der Club einfach, ein Tor zu machen. Chancen gab es genug. In der Verlängerung, in der dem Club ein bisschen die Luft ausging, schlug der Erstligist dann eiskalt zu - und kam etwas glücklich zum Sieg.

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