Paderborn l FCM-Trainer Jens Härtel war nach dem finalen Test in Paderborn bedient. „Wir haben verdient verloren, auch wenn Paderborn vielleicht nicht drei Tore besser war. Der Sieg geht aber anhand der Spielanteile in Ordnung", stellte er klar. „Wir waren nicht so griffig und kompakt, wie wir uns das vorgestellt haben. Vielleicht war es ein Rückschlag zur richtigen Zeit, auch wenn das Selbstvertrauen kurz vor der Saison natürlich nicht gestärkt wurde. Es schärft aber auf jeden Fall die Sinne."

15.000 Zuschauer passen in die Paderborner Benteler-Arena. Am Freitagmittag blieben die Plätze allerdings fast komplett leer. Der Test des FCM beim Liga-Konkurrenten SC Paderborn war ein „Geisterspiel“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Neben den Medienvertretern nahm auch Maik Franz, Leiter der FCM-Lizenzspielerabteilung, auf der Tribüne Platz und war besonders gespannt. Schließlich schickte Trainer Härtel bei der Zweitliga-Generalprobe eine Startelf auf den Platz, die so möglicherweise am 5. August auch im ersten Heimspiel gegen den FC St. Pauli auflaufen könnte.

Schneller Rückstand

Die Partie begann für den FCM denkbar schlecht. Bereits in der fünften Minute ging Paderborn durch einen Weitschuss aus 16 Metern von Philipp Klement in Führung. Nach einer Ecke des starken Klement köpfte Phillip Tietz die Gastgeber mit 2:0 in Führung (13.). Der Club ließ dem offensiven Rechtsverteidiger Mohamed Dräger zu viel Platz. Dieser nutzte die Freiheiten und lief häufig bis zur Grundlinie oder zog nach innen. Paderborn war spielfreudig und in seinen Offensivaktionen deutlich strukturierter als der FCM.

In der Trinkpause nach rund einer halben Stunde fand Härtel deutliche Worte. Seine Mannschaft wurde in der Folge etwas sicherer, Costly vergab eine gute Gelegenheit (37.). Ansonsten enttäuschte das Team aber in den ersten 45 Minuten.

FCM läuft hinterher

Nach der Pause lief Magdeburg weiterhin dem sicher kombinierenden Gegner hinterher. In der 56. Minute konnte Preißinger gerade noch knappvor der Linie klären. Nach gut einer Stunde und zehn Minuten vor Schluss wechselten beide Trainer jeweils fast komplett durch. Der Spielfluss war dahin. Paderborn traf trotzdem nach einem Konter durch Ben Zolinski zum 0:3-Endstand.

SC Paderborn: Zingerle – Dräger (63. Boeder), Schonlau (80. Fesser), Strohdiek (63. Hünemeier), Collins (80. Herzenbruch) – Krauße (63. Gjasula) – Schwede (80. Zolinski), Klement (63. Ritter), Antwi-Adjei (80. Vasiliadis) – Tietz (80. Tekpetey), Michel (63. Düker)

1. FC Magdeburg: Brunst (46. Fejzic) – Müller (80. Harant), Hammann (63. Weil), Schäfer (80. Handke) – Rother (63. Erdmann), Preißinger (63. Laprevotte) – Butzen (80. Chahed), Ignjovski (63. Niemeyer) – Türpitz (80. Lohkemper), Beck (80. Berisha), Costly (63. Bülter)

Schiedsrichter: Florian Heft (Neuenkirchen). Tore: 1:0 Klement (5.), 2:0 Tietz (13.), 3:0 Zolinski (84.).

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