Magdeburg l Dominik Ernst ist momentan omnipräsent. Rund um die MDCC-Arena hängen rund ein Dutzend Plakate, auf denen er mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck zu sehen ist. Diese Plakate kündigen das Heimspiel des 1. FC Magdeburg am Sonnabend (14 Uhr) gegen den FC Ingolstadt an.

Und es ist kein Zufall, dass gerade Ernst als Werbeträger ausgewählt wurde. Schließlich gehört der 29-Jährige beim FCM zu den Spielern, die konstant gute Leistungen zeigen. Der Rechtsverteidiger hat nicht nur seinen Anteil daran, dass der Club mit erst 15 Gegentreffern gemeinsam mit dem Halleschen FC die beste Drittliga-Abwehr stellt. Mit sechs Torvorlagen in 16 Spielen gehört Ernst auch zu den besten Vorbereitern in der dritthöchsten Spielklasse. Nur Deniz Undav (Meppen), Dorian Diring (Mannheim, je 9), Sascha Mölders (1860 München, 8) und Roberto Rodriguez (Uerdingen, 7) haben mehr Assists. Auch beim 2:1 in Großaspach gab er die Vorlage zum Führungstreffer von Sören Bertram.

Ernst hat persönlichen Bestwert geknackt

Dass Dominik Ernst in diesem Jahr einen goldenen rechten Fuß hat, hätte er selbst nicht gedacht: „Ich freue mich, dass es in diesem Halbjahr so gut für mich läuft. In keiner Saison hatte ich bereits in der Hinrunde sechs Vorlagen. Und ein paar Partien stehen ja noch an.“

In der vergangenen Saison, als er noch für Fortuna Köln auflief, war es am Saisonende sogar nur eine Vorlage in 33 Spielen. Doch nach seinem Wechsel nach Magdeburg hat sich für Ernst einiges verändert. „Der Trainer fordert von uns auch im Training sehr oft Flanken. Das hilft mir enorm, weil ich so ein Gefühl für die richtige Fußstellung bekomme. Im Spiel kann ich das dann gut umsetzen“, sagt er.

Mannschaft steht im Vordergrund

Trotz der Freude über die gute persönliche Statistik betont Ernst aber auch: „Ich bin kein Freund von Superlativen und würde mich selbst nie als Flankengott bezeichnen. Das ist eine schöne Randnotiz, letztendlich steht aber der Mannschaftserfolg über allem.“ Und für diesen schont sich Ernst nicht. „Ich bin nach einem Spiel nur zufrieden, wenn ich mich total ausgepow-ert habe. Für mich gehört es einfach dazu, an der Außenlinie ständig hoch und runter zu laufen“, erklärt er. „Ich lebe von diesem Einsatz und von Emotionen.“

Diese Emotionen trägt er auf dem Rasen auch häufig nach außen, sei es nach einer umstrittenen Entscheidung, wenn er wutentbrannt zum Schiedsrichter rennt, oder nach vergebenen Torchancen.

Ernst bisher noch ohne Tor

Denn ein Tor, das fehlt Dominik Ernst in dieser Saison bisher noch in seiner persönlichen Trophäensammlung. Und das, obwohl er in seiner bisherigen Karriere in jeder Saison mindestens einmal erfolgreich war. Beim 3:0 gegen Unterhaching wäre es fast so weit gewesen, er vergab aber aus kurzer Distanz. „Das Tor lässt leider ein bisschen auf sich warten, ich taste mich aber langsam heran“, sagt er und lacht.

Am Sonnabend gegen Ingolstadt hat er die nächste Gelegenheit. „Ich hätte nichts dagegen, wenn es dann so weit ist. Wir haben die Chance, die kleine Serie auszubauen und weiter fleißig Punkte bis Weihnachten zu sammeln“, sagt er. Und Ernst könnte mit seinem goldenen Fuß erneut einen wichtigen Anteil am Erfolg haben.

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