Duisburg l FCM-Trainer Claus-Dieter Wollitz war nach dem 0:1 in Duisburg sichtlich mitgenommen. Das lag zwar auch am Spiel, aber vielmehr an der schweren Verletzung, die sich Rechtsverteidiger Dominik Ernst nach dem brutalen Foul von Duisburgs Ahmet Engin zugezogen hatte. "Die Ärzte im Krankenhaus haben einen Knöchelbruch festgestellt. Die Schwellung wurde dann immer dicker", sagte Wollitz. Und: "Es besteht die Befürchtung, dass das Syndesmoseband gerissen ist und es weitere Schädigungen gibt. Es ist dramatisch und sehr traurig."

In der 60. Minute passierte es: Ernst wollte den Ball nach vorne flanken, hatte sich gegen seinen Gegenspieler Ahmet Engin eigentlich durchgesetzt. Doch der Duisburger setzte nach und trat Ernst von hinten ins linke Knie. Schiedsrichter Florian Badstübner zögerte nicht, zeigte dem MSV-Spieler sofort die Rote Karte. Der FCM-Spieler wurde auf einer Trage vom Platz gebracht, war auf dem Weg in die Kabine noch außer sich und schimpfte in Richtung der Duisburger. "Wir können uns nur dafür entschuldigen. Ahmet ist eigentlich kein Spieler, der so etwas macht", sagte MSV-Trainer Torsten Lieberknecht ebenfalls deutlich mitgenommen.

Ernst konnte unterdessen am späten Freitagabend das Duisburger Uniklinikum verlassen und wurde von Zeugwart Heiko Horner nach Magdeburg gebracht. Dort wird er ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Erst nachdem die Schwellung zurückgegangen ist, wird eine genaue Diagnose möglich sein. Und auch dann wird entschieden, wann Ernst operiert wird.

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