Magdeburg l Mit besonderem Eifer kämpften die Spieler des 1. FC Magdeburg am Donnerstag um jeden Ball. An verschiedenen Stationen galt es, nach einer Flanke direkt das Tor zu treffen, möglichst schnell zu dribbeln oder genau zu passen. Nach gelungenen Aktionen feuerte beispielsweise Kapitän Christian Beck seinen Mitspieler Anthony Roczen an. Die Ergebnisse und Zeiten wurden auf einem Zettel notiert.

„Wir wollen eine Mentalität im Training haben, dass jeder Spieler jede noch so kleine Spielform unbedingt gewinnen will“, sagt Hoßmang. Um diesen Willen zu fördern, hat der Trainer einen speziellen Anreiz geschaffen. „Es gibt bei uns jetzt einen Wettbewerb, der jeweils einen Monat andauert“, verrät der 53-Jährige. Und: „Bei jeder Übung bekommen die einzelnen Trainingsteams Punkte. Daraus erstellen wir eine Rangliste. Am Monatsende zahle ich der Gruppe mit den meisten Punkten dann einen kleinen Obolus. Das mache ich gerne.“

Gier auf das Gewinnen hochhalten

Mit dieser spielerischen Aktion möchte das Trainerteam die Gier auf das Gewinnen möglichst hoch halten – und Nachlässigkeiten im Training vermeiden. „Was wir im Spiel wollen, müssen die Jungs im Training zeigen“, betont der Coach. „Wir haben das schon in der U-19-Mannschaft gemacht, es hat sich bewährt.“

Und auch heute (14 Uhr) im ersten Testspiel beim Oberligisten Lok Stendal will das Trainerteam wertvolle Erkenntnisse sammeln. „Die Jungs sollen in diesem Test die Vorgaben umsetzen, die wir im Training erarbeitet haben“, betont Hoßmang. „Wir haben ihnen für die Defensive und Offensive einiges an die Hand gegeben, was wir jetzt sehen wollen. Es geht auch um ein gutes Flügelspiel. Wir wollen zudem kompakt sowie aggressiv sein und ordentlich anlaufen.“

Um die Vorgaben auf dem Platz umzusetzen, nimmt der Coach besonders die Führungsspieler Christian Beck, Timo Perthel, Sören Bertram, Jürgen Gjasula und Tobias Müller in die Pflicht: „Die erfahrenen Spieler müssen das auf dem Rasen steuern. Sie kennen den Verein und wissen sehr genau, worauf es in unserer Situation ankommt.“

Führungsspieler sehen sich in der Pflicht

Und die Führungsspieler haben die Wünsche des Trainerteams offenbar bereits verinnerlicht. „Es ist wichtig, dass wir uns auf und neben dem Platz gut verstehen. Es gilt jetzt, die neuen Spieler zu integrieren, damit wir zusammenwachsen. Da sind die erfahrenen Spieler besonders gefordert“, sagt Gjasula.

Möglichkeiten gibt es viele: Bei gemeinsamen Mittagessen führen die Spieler Gespräche. Auch nach den Einheiten unternehmen sie etwas miteinander. „Ich habe mir den Dom angeschaut und war an der Elbe unterwegs. Mir gefällt es hier sehr gut“, sagt Neuzugang Sebastian Jakubiak.

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