Magdeburg l Der 27-Jährige holte am Donnerstag den Laktattest nach, bei dem allerdings nicht alles rund lief. Die FCM-Verantwortlichen haben unterdessen hohe Erwartungen an ihren bundesligaerfahrenen Neuzugang.

Abbruch des Laktattests

In der dritten von sechs Runden des letzten Durchgangs brach Ignjovski den Laktattest am Donnerstag ab. Er verließ die Laufbahn und dehnte sich. „Er hatte Angst vor einer Zerrung“, hieß es danach. Nach einem verlorenen Jahr beim SC Freiburg, in dem er nur eine Partie in der Europa-League-Qualifikation bestritt, und in der Bundesliga gar nicht auflaufen durfte, wollte er nichts riskieren. Der 27-Jährige bestritt 117 Bundesligapartien (1 Tor, sechs Vorlagen) für Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und den SC Freiburg sowie 53 Zweitligaspiele (kein Tor, sieben Vorlagen) für den TSV 1860 München

Ignjovski will den Schritt zurück von der Bundesliga in die 2. Liga nutzen, um sportlich wieder durchzustarten. „Für mich ist es gar kein Rückschritt. Die 2. Bundesliga ist für mich die stärkste 2. Liga der Welt. Die Qualität ist hoch und viele Zuschauer kommen ins Stadion. Ich habe Trainer Jens Härtel bereits kennengelernt und fühle mich wohl“, sagte er. „Ich erwarte, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen. Ich werde vom ersten Tag an versuchen, meine Chance zu nutzen und der Mannschaft zu helfen.“

FCM-Laktattest vorm Start der 2. Liga

Magdeburg (sk) l Der 1. FC Magdeburg ist mit dem obligatorischen Laktattest in die Vorbereitung auf das Zweitliga-Abenteuer gestartet.

  • FCM-Neuzugang Joel Abu Hanna musste behandelt werden. Foto: Eroll Popova

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  • Mario Seidel (von links), Mergim Berisha, Tobias Müller, Charles Elie Laprevotte, Steffen Schäfer, Nils Butzen und Marius Blüter sind auf dem Weg zum Training. Foto: Eroll Popova

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  • FCM-Neuzugang Manfred Odei Kwadwo lässt sich von Dr. Matthias Neumann Blut abnehmen. Foto: Eroll Popova

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  • Steffen Schäfer und Manfred Odei Kwadwo absolvieren den Leistungstest. Foto: Eroll Popova

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  • Björn Rother läuft Joel Abu Hanna, Rico Preißinger und Philipp Harant davon. Foto: Eroll Popova

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  • Silvio Bankert kontrolliert den Pulsgurt von FCM-SPieler  Michel niemeyer. Foto: Eroll Popova

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  • Nachwuchsspieler Philipp Harant lässt sich von Schwester Silvi eine Blutprobe entnehmen. Foto: Eroll Popova

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Flexibel einsetzbar

Der gebürtige Serbe ist flexibel einsetzbar und kann auf den Außenverteidigerpositionen (rechts, links) im Mittelfeld (rechts, links) sowie im defensiven Mittelfeld spielen. Ignjovski hat für sich selbst eine Favoriten-Position. „Ich spiele am liebsten im defensiven Mittelfeld. Da ich aber flexibel bin, schauen wir, wie es sich in der Vorbereitung ergibt“, sagte er.

FCM-Trainer Jens Härtel hält große Stücke auf den prominenten Neuzugang. „Er ist schon sehr nahe an dem, was wir spielen wollen. Er ist von seiner Spielweise her sehr aggressiv und zweikampfstark. Das ist genau das, was wir suchen“, betonte der Coach. „Wo er letztendlich spielen wird, hängt auch von der Grundordnung ab. Wenn wir wie zuletzt im 3-4-3 agieren, könnte er im linken oder rechten Mittelfeld sowie im Zentrum auflaufen.“

Ignjovski soll vorangehen

Außerdem soll Ignjovski, der momentan noch im Hotel wohnt, auf dem Rasen vorangehen. „Wir haben die Hoffnung, dass er Verantwortung übernimmt. Bei seinen bisherigen Vereinen musste er das noch nicht machen. Dort war er immer ein Spieler, der seinen Job gemacht hat. Wir erwarten etwas mehr, er soll bei uns die Mannschaft führen“, so Härtel. „Wie er das dann umsetzen wird, werden wir sehen.“

Angesprochen auf seinen Ex-Trainer Christian Streich, warum er bei ihm zuletzt nicht mehr zum Einsatz kam, war Ignjovski nur kurz angebunden. „Da müssen Sie ihn fragen. Er kann das besser erklären. Ich habe ein Jahr nicht gespielt, so etwas passiert im Fußball immer mal wieder. Manchmal gibt es Situationen, in denen es einfach nicht passt“, sagte er, der sich beim Ex-Magdeburger und jetzigen Freiburger Florian Kath über den FCM erkundigte und von ihm viele positive Dinge hörte.

Rückkehr in Nationalmannschaft?

An eine Rückkehr in die serbische Nationalmannschaft, die momentan bei der Weltmeisterschaft in Russland dabei ist und für die er bereits zwölf Partien absolvierte, denkt er momentan noch nicht: „Ich will die Vorbereitung gut absolvieren. Vielleicht kehre ich zurück, wenn es sich für den FCM und mich gut entwickelt.“

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