Dresden l Der 1. FC Magdeburg bleibt Schlusslicht der 3. Liga. Im Ostderby bei Dynamo Dresden unterlagen die Magdeburger knapp mit 0:1 (0:0). In der ersten Hälfte präsentierte sich der FCM mit verbesserter Körpersprache und verteidigte gut, doch die Dresdner zogen im zweiten Durchgang das Tempo an und entschieden das Elb-Clásico durch einen Treffer von Yannick Stark (54.) für sich.

Coach Thomas Hoßmang stellte im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Viktoria Köln auf drei Positionen um. Die Neuzugänge Alexander Bittroff und Maximilian Franzke rückten direkt in die Startelf. Und auch Abwehrchef Tobias Müller kehrte nach seinem doppelten Rippenbruch zurück. Nicht dabei waren dafür Daniel Steiniger, Luka Sliskovic und Adrian Malachowski.

In einem 4-4-2-System startete der FCM dann durchaus auf Augenhöhe in den Elb-Clásico vor 999 Zuschauern. Die Abwehr der Magdeburger war stabiler als zuletzt, die Gastgeber kam in der Anfangsphase nur zu kleineren Chancen. Den ersten Torschuss des FCM gab der aufgerückte Linksverteidiger Korbinian Burger ab (11.). Die Blau-Weißen ließen zumeist Dresden gewähren und stellten die Lücken clever zu. Doch nach 30 Minuten gab es die größte Möglichkeit für Dynamo. Philipp Hosiner köpfte aus wenigen Metern aufs Tor, doch FCM-Keeper Morten Behrens reagierte stark.

Auch von dieser Großchance ließ sich der FCM aber nicht einschüchtern, spielte bis zur Pause weiter gut mit. Zwar blieben die Gäste ohne klare Chance, doch ließen im Umkehrschluss auch hinten kaum etwas zu, weshalb das torlose Remis zur Pause die logische Konsequenz war.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Schwarz-Gelben, die um den FCM-Strafraum sehr präsent waren und durch Hosiner (51.) die erste gute Chance hatten. Wieder einmal ein Standard sorgte dann für den Rückstand der Magdeburger. Einen Freistoß von der linken Seite köpfte Paul Will zunächst an die Latte, Yannick Stark nutzte aber den Abpraller (54.). Die Magdeburger wirkten danach verunsichert, ließen eine weitere Großchance zu. Doch erneut war es Hosiner, der aus kurzer Distanz vergab (58.).

Zwar beruhigte sich die Lage aus FCM-Sicht anschließend wieder etwas, nach vorn ging aber trotz der Einwechslung von Kai Brünker kaum etwas. Nach dem Rückschlag fehlte es dem Tabellenletzten dafür wahrscheinlich auch an Selbstvertrauen. Auch die späten Wechsel - Dominik Ernst kam nach monatelanger Verletzungspause zu seinem Comeback - brachten dem FCM kaum noch etwas ein. Bis zum Schluss drückten die Blau-Weißen zwar auf den Ausgleich, doch eine gefährliche Chance gab es bis zum Schlusspfliff nicht mehr.