Magdeburg l Christian Beck und Tobias Müller hatten sichtlich Spaß. Für die Bekanntmachung der Vertragsverlängerung beider Leistungsträger hatte sich der 1. FC Magdeburg etwas Besonderes einfallen lassen.

Beck und Müller waren die Protagonisten in einem kurzen Video: In diesem Beitrag füllten beide einen Lottoschein aus – und lachten dabei herzlich. Zunächst wählten sie ihre Trikotnummern – Beck die 11, Müller die 5. Dann deuteten sie ihre bisherige Vertragslaufzeit jeweils bis Sommer 2020 an.

Beck kreuzte dann nach kurzem Überlegen die 21, Müller die 22 an. Diese Zahlen stehen für die neue Laufzeit der Verträge – Beck verlängerte bis 2021 mit der Option auf ein weiteres Jahr, Müller unterschrieb fix bis 2022. „Ich bin froh und überglücklich, dass ich weiterhin ein Teil der FCM-Familie sein darf“, sagt Beck. „Im Jahr 2021 bin ich 33 Jahre alt. Dann muss man von Jahr zu Jahr sehen, wie es weitergeht. Ich möchte gerne noch weiterspielen und hoffe, dass dies nicht mein letzter Vertrag war.“

Beck ist Identifikationsfigur

Mit der Verlängerung von Beck ist auch die Ungewissheit über die Zukunft des Kapitäns beendet. Nach der vergangenen Saison betonte der 31-Jährige, dass er gerne bleiben möchte, FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik wollte aber nicht überstürzen. In den vergangen Wochen deutete sich dann eine Einigung an, Beck und Kallnik berichteten von guten Gesprächen.

Der Stürmer ist beim Club Leistungsträger und Identifikationsfigur zugleich. Er kam Anfang 2013 nach Magdeburg, erzielte in bisher 256 Pflichtspielen beachtliche 136 Treffer und hatte damit einen großen Anteil am sportlichen Aufschwung. „Christian Beck hat seine Qualität für eine garantierte Torquote ligenunabhängig über viele Jahre nachgewiesen“, lobt Kallnik.

Selbst als Beck schon vor Jahren in die 2. Bundesliga hätte wechseln können, blieb er trotzdem beim Club. „Der FCM ist mein Verein. Ich weiß, was ich am Club habe – und der Club weiß auch, was er an mir hat“, sagt er.

Auf dem Weg zu einer Identifikationsfigur ist auch Tobias Müller. Der 25-Jährige kam vor einem Jahr vom Halleschen FC und entwickelte sich prompt zum Stammspieler und Leistungsträger. Trotz des Abstiegs äußerte er in den vergangenen Wochen nie Abschiedsgedanken. Das hatte einen Grund: „Ich musste keine Sekunde überlegen, als der Verein auf mich zukam. Ich fühle mich beim FCM extrem wohl. Es ist nicht selbstverständlich, wie herzlich ich vor einem Jahr empfangen wurde, schließlich kam ich vom Halleschen FC.“

Beim Club ist Müller mittlerweile zum Führungsspieler gereift, von seinen Mannschaftkollegen wurde er kürzlich hinter Christian Beck und Timo Perthel zum 3. Kapitän gewählt. „Mir wird hier im Verein eine sehr hohe Wertschätzung entgegengebracht. Das tut richtig gut“, sagt er. Und: „Es war sensationell, dass die Fans trotz der Misserfolge und des Abstiegs hinter uns standen. Das habe ich zuvor noch nie erlebt. Ich möchte deshalb auch etwas zurückgeben.“

Verlängerungen als Signalwirkung?

Beck und Müller gehören zu den wichtigen Stützpfeilern der aktuellen Mannschaft – die Verlängerungen könnten auch eine Signalwirkung für einige Mitspieler haben. „Wir wollen hier gemeinsam etwas aufbauen und in den kommenden Jahren bald wieder in der 2. Bundesliga spielen“, betont Beck.

Das sieht auch Müller so: „Es ist ein Zeichen an die anderen, dass man sich hier beim FCM gut weiterentwickeln kann.“

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