Magdeburg l Claus-Dieter Wollitz war gut gelaunt. Bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel morgen gegen Zwickau verbreitete der Trainer des 1. FC Magdeburg Optimismus. Denn: „Für mich steht fest, dass die Mannschaft deutlich mehr kann, als sie in der Vorrunde gezeigt hat.“ Die Volksstimme gibt einen Überblick über den aktuellen Stand kurz vor dem ersten Punktspiel:

⦁ Stammelf

Auch wenn sich Wollitz noch bedeckt hält – einige Stammplätze sind bereits vergeben. Im Tor hat sich der Trainer bereits auf Morten Behrens als Nummer eins festgelegt. In der Defensive sind Linksverteidiger Timo Perthel und Rechtsverteidiger Dominik Ernst genauso gesetzt wie Abwehrchef Tobias Müller. Um den Platz neben Müller streiten sich Dustin Bomheuer, Philipp Harant und Brian Koglin. „Im ersten Pflichtspiel nach einer Sommer- oder Winterpause ist der Druck noch mal höher als sonst“, betont Wollitz. Heißt: Der Trainer könnte zunächst auf Erfahrung, sprich Bomheuer setzen.

Im Mittelfeld ist die Sache recht klar: Jürgen Gjasula ist als Taktgeber im defensiven Mittelfeld unumstritten. Davor werden wohl Rico Preißinger und Mario Kvesic auflaufen. Im Sturm führt unterdessen kein Weg an Kapitän Christian Beck vorbei. Neben ihm auf den Außenpositionen wird es allerdings etwas knifflig: Marcel Costly wird zwar wahrscheinlich beginnen – sollte aber der eigentlich fest eingeplante Sören Bertram ausfallen, müsste Wollitz umbauen. Manfred Osei Kwadwo, Daniel Steininger oder Leon Bell Bell stünden bereit.

Endgültige Gewissheit werden die Spieler übrigens erst morgen haben. „Ich gebe die Aufstellung bei Heimspielen rund 90 Minuten vor dem Anpfiff bekannt, will so die Spannung hochhalten“, betont Wollitz.

⦁ Taktik

Im Test in Braunschweig (0:0) vertraute der Trainer einem 4-1-4-1-System, wechselte im Spielverlauf auf ein 4-4-2. Es ist davon auszugehen, dass Wollitz zunächst beim 4-1-4-1 bleiben wird. „Ich habe mit dem Mannschaftsrat gesprochen, der bestätigte, sich in diesem System sehr wohl zu fühlen.“

⦁ Trainingseinheiten

Unter Wollitz ist Zug im Training, dem Coach ist eine hohe Intensität wichtig. Auffällig ist: Der Coach setzt häufig spielerische Schwerpunkte, steht dabei mitten auf dem Feld, korrigiert oft. Der Trainer ist mit den ersten drei Wochen zufrieden. „Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Es ist aber ein Prozess, der nicht nach wenigen Wochen abgeschlossen ist“, sagt er. „Es ist wichtig, dass die Jungs die Überzeugung haben, die Gier zeigen, Siege einfahren zu wollen.“

Das gilt vor allem vor dem gegnerische Tor, denn auch unter Wollitz vergab der FCM in den drei Testspielen zahlreiche Chancen. „Immerhin haben wir Chancen, jetzt gilt es, diese effizient zu nutzen.“

⦁ Kommunikation

Unter Wollitz ist es auf dem Rasen deutlich lauter als unter Vorgänger Stefan Krämer. Der Trainer spricht auf und neben dem Rasen viel mit seinen Spielern. Und er fordert sie immer wieder auf, auch mehr miteinander zu sprechen. Diesbezüglich sind Fortschritte bereits erkennbar. Am Mittwoch kommunizierten die Spieler auffällig viel, tauschten sich auch nach der Einheit aus, was besser gemacht werden soll. „Das erwarte ich von einer Mannschaft, die lebt“, sagt Wollitz.

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