Magdeburg l Im Moment sind es vor allem Zahlen, die Stefan Krämer beschäftigen. Die Zwölf, Vier-Komma-Sieben und die Vier. Diese schwirren besonders häufig im Kopf des Trainers des 1. FC Magdeburg umher. Denn sie stehen für die vielleicht eklatantesten Mängel, die sein Team gerade aufweist.

„Im Video-Studium haben wir zwölf Situationen im Spiel gegen Bayern München II definiert, in denen der letzte Ball einfach nicht ankommt“, sagt Krämer, „nur wenn dieser Ball ankommt, dann entstehen da richtig gute Torchancen draus. Das bringt uns gerade in ein Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag.“

4,7 Chancen braucht FCM für ein Tor

Also heißt es in dieser Woche für die Spieler „Täglich grüßt das Murmeltier“, hatte Krämer die Trainingsinhalte doch genau auf die entdeckten Problemstellen abgestimmt. „Jeden Tag bringen wir genau die Situationen, mit denen wir nicht zufrieden waren, auf den Trainingsplatz“, erklärt er. Dazu gehören auch die Torabschlüsse. Wie eine weitere Zahl belegt.

„Ich habe nachgerechnet: Gegen Rostock, Köln, Halle – da war es nicht so extrem – und Bayern brauchen wir im Schnitt 4,7 klare Torchancen, um ein Tor zu erzielen“, berichtet Krämer, „da müssen wir uns einfach von der Effektivität her steigern.“ Seine Mannschaft überzeuge ihn in punkto Laufleistung, Fitness und Fleiß. „Deshalb werden wir jetzt auch keine verrückten Sachen machen oder die Mannschaft für Dinge an die Wand nageln, wofür sie es nicht verdient hat“, meint Krämer. Vielmehr ist sein Credo, beharrlich weiterzuarbeiten. „Dann werden sich auch die Ergebnisse einstellen. Es geht ja gar nicht anders.“

Höherer Konkurrenzkampf

Vor dem Landespokal-Viertelfinale am Samstag (13  Uhr) gegen den BSV Ammendorf profitiert der Coach von gleich zwei Umständen: einer gestiegenen Trainingsintensität und einem hohen Konkurrenzkampf. „Beides hat mir in den vergangenen Wochen auch aufgrund von Verletzungen gefehlt“, sagt Krämer. Doch jetzt sind unter anderem Timo Perthel und Dustin Bomheuer zurück. „Der Konkurrenzkampf brennt“, zeigt sich der Trainer zufrieden.

Im Kern, so sagt er, bleibe er allerdings unzufrieden. Und das hängt mit der Zahl vier zusammen. „Wenn ich sehe, dass wir aus den letzten vier Partien nur vier Punkte holen, dann sage ich: Da ist die Mannschaft unterbewertet. Ich bin der festen Überzeugung, dass da mehr drin gewesen wäre. Und das macht mich unzufrieden.“

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