Magdeburg (du) l „Es ist deutlich absehbar, dass wir vor der schwierigsten Saison stehen“, verdeutlicht FCM-Manager Mario Kallnik vor dem Sachsen-Anhalt-Derby des 1. FC Magdeburg gegen den Halleschen FC (Sonntag, 20. September, ab 14 Uhr in der MDCC-Arena) die problematische wirtschaftliche Lage. Für die Rückkehr der 7500 Fans beim Drittliga-Auftakt ist er zwar „sehr dankbar“, die gut 25-prozentige Stadionauslastung „wird aber vorn und hinten nicht reichen, um den Etat zu decken“.

Der Geschäftsführer ist sich zwar sicher, dass „wir die Krise überstehen werden“, spricht aber dennoch von einer „großen Herausforderung“.

Hoffnung auf Rückkehr von Block U

Entscheidend wird sein, dass sich die Zuschauerzahl für die folgenden Spiele zumindest nicht wieder verringert. Weshalb er einen Appell an die Fans richtet. „Die Zuschauer müssen sich an die Hygieneregeln halten, für ihre eigene Gesundheit, aber auch im Sinne des FCM.“ Nur so könne in den nächsten Schritten auch über die Öffnung der Stehplätze gesprochen werden.

Kallnik verrät: „Ich wünsche mir beruflich nichts mehr als die Rückkehr des Blocks U.“ Zum einen, weil das Team die Ultras mit der „emotionalen und lautstarken Unterstützung“ benötigt. Zum anderen, weil für den FCM jedes verkaufte Ticket zählt.

Gegen Halle werden die treuesten Club-Anhänger aber noch fehlen. Nicht nur, weil die Stehplätze noch gesperrt sind. Vor allem, weil sie seit dem „Fall Hannes“ und der abgekühlten Rivalität zum HFC ohnehin regelmäßig das Derby boykottieren. Für den FCM gilt es trotzdem, gleich mit dem Punktesammeln loszulegen, damit die Saison nicht auch noch sportlich schwierig wird.