Gardelegen l Mit den Worten „Der Umweltschutz braucht Industrie und die Industrie braucht den Umweltschutz“ eröffnete Claus Wystemp seine Rede. Der Geschäftsführer des Startup-Unternehmens SmartBatt Technology stellte am Mittwoch, 27. Januar, das „weltweit erste hocheffiziente Batteriespeichersystem“ vor.

Dieses verhilft dem, unter anderem in Gardelegen ansässigen, Unternehmen Boryszew Kunststofftechnik Deutschland (BKD) überschüssige Energie in den Batterien zu speichern. Bei hohem Stromverbrauch kann BKD somit auf ihre eigenen Energiereserven im Batteriesystem zurückgreifen und nicht auf das deutsche Stromnetz.

Stromnetz wird entlastet

„Die Batteriegroßspeicheranlage konnte komplett ohne staatliche Zuschüsse realisiert werden. Mit der SmartBatt Technologie ist die subventionslose Einführung der Speichertechnologie möglich geworden“, so Wystemp. Udo Huniar, ebenfalls Geschäftsführer von SmartBatt, fügt an: „Wir entlasten das Stromnetz, erhöhen die Versorgungssicherheit und reduzieren nachteilige Einflüsse auf die Produktion in diesem Unternehmen.“

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Auch Jaroslaw Ciemniejewsk von BKD zeigt sich erfreut über die Anschaffung: „Es passt perfekt zu unserer umweltfreundlichen Kunststoffproduktion. Es ist ein Meilenstein für Umweltschutz und Industrie.“

Platz für weitere Batterien

Die Hocheffizient-Batteriespeicheranlage befindet sich recht unscheinbar in zwei Containern auf dem Betriebsgelände des Volkswagenzulieferers BKD. Lediglich ein gelbes Warnschild mit der Aufschrift „Achtung Hochspannung! Lebensgefahr!“ deutet auf den elektrisierenden Inhalt hin. Darin lagert das Batteriespeichersystem in grauen Plastikboxen und bietet noch Platz für weitere Batterien.

Als „Musterland der Energiewende“ beschrieb Tamara Zieschang, Staatssekretärin des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft, Sachsen-Anhalt. So sei das Bundesland ein „Vorreiter beim Ausbau von erneuerbaren Energien“ und „großer Stromexporteur.“ Bürgermeisterin Mandy Zepig war ebenfalls voll des Lobes: „Ich kann Ihnen nur zu Ihrem Mut gratulieren und Ihnen für diese Chance die Stadt Gardelegen und das Land Sachsen-Anhalt danken.“