Elbe-Havel-Land l Politiker wie Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck, Bürgermeister Bodo Ladwig und Landratskandidat Patrick Puhlmann sind Gesprächspartner – und vor allem die Bewohner der Region, die die Flut miterlebt haben.

Nichts ist vergessen aus den Junitagen 2013 und soll auch nicht in Vergessenheit geraten. Dazu trägt eine Veranstaltung bei, zu der am 28. Oktober an den Ort des Geschehens geladen wird. Landratskandidat Patrick Puhlmann (SPD) hat dazu Brandenburgs Ex-Ministerpräsidenten Matthias Platzeck eingeladen. Der war schon im Juni 2013 vor Ort, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen – wohl wissend, dass bei einem bei Fischbeck brechenden Deich das Wasser nicht nur bis Wust, sondern bis ins Brandenburgische fließen könnte. Das ist nicht passiert. Dennoch möchte er hören und sehen, wie es den Menschen seitdem ergangen ist. Denn er selbst hatte während seiner Zeit als Minister mit Fluten an der Oder zu kämpfen und wird deshalb auch Deichgraf genannt.

Besuch der Gedenkstätte

Um 14 Uhr ist Treff am Haus der Vereine. Zunächst geht es zur Deichbruchstelle samt im Sommer eingeweihtem Denkmal. Hier werden die Erinnerungen wach, über die ab 15 Uhr im Haus der Vereine intensiv geredet wird. Zum Einstand sprechen Matthias Platzeck und Bürgermeister Bodo Ladwig. „Sie werden keine langen Reden halten, damit Zeit für die Erinnerungen der weiteren Gäste ist“, kündigt Helga Paschke aus Klietz an, die zum Org-Team gehört. „Wir wollen miteinander über das Erlebte reden, Bilder zeigen und in entspannter Runde über die Folgen der Flut sprechen. Auch wenn der Deichbruch sechs Jahre her ist – komplett verarbeitet ist er nicht. Und es tut gut, sich zusammen zu erinnern.“ Dazu tragen zahlreiche Bilder bei, etliche Flutstücke, die auch später im Fischbecker Flutkabinett ausgestellt werden sollen, bilden den passenden Rahmen. Und auf Volksstimme-Seiten vom Juni 2013 kann man noch einmal Details der Katastrophe nachvollziehen.

Kaffee und Kuchen und zum Abschluss Gegrilltes runden die lockere Atmosphäre ab.

Matthias Platzeck nimmt sich drei Stunden Zeit für den Besuch in Fischbeck. Für Patrick Puhlmann ist es wichtig, zuzuhören, wie es den Menschen im Elbe-Havel-Land mit der Katastrophe ergangen ist. Unmittelbar miterlebt hat er sie nicht, denn er ist erst im Dezember 2013 nach Storkau gezogen. „Aber ich kann das gut nachvollziehen. Denn in Coswig aufgewachsen, habe ich die Elbeflut 2002 miterlebt und auch beim Sandsackfüllen geholfen.“ Als Landrat, der er gern werden möchte, müsse man 150 Prozent fit sein, was solche Katastrophen und mögliche Szenarien in der Zukunft betrifft.

Die Bürger aus dem Elbe-Havel-Land sind ab 14 Uhr willkommen.