Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer hat vor einer Woche vier Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an eine Bürgerin und drei Bürger überreicht. Die Feierstunde fand in der Magdeburger Staatskanzlei statt. Geehrt wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande auch Dr. Wolf-Dieter Gemkow aus Wernigerode.

Magdeburg/Wernigerode. Damit wurde dem ehemaligen Sportlehrer eine hohe Auszeichnung zuteil. Seit 1951 führt die Bundesrepublik im Namen des Bundespräsidenten diese Auszeichnungen durch. Seit 1991 gibt es solche Ehrungen auch in Sachsen-Anhalt. Es geht um die Anerkennung verdienter Bürger für außerordentliche Leistungen, die in erster Linie nicht im Beruf, sondern viel mehr im Ehrenamt zu suchen sind. "Mit ihrem Engagement im gesellschaftlichen Leben – egal ob sozial, kulturell, kirchlich, politisch oder wie bei Dr. Gemkow sportlich – haben die Geehrten Vorbildwirkung für andere", so Ministerpräsident Böhmer.

Der 71-jährige Diplom-Sportlehrer wurde für seine über 50 Jahre dauernde Arbeit im Sport ausgezeichnet. Insbesondere im Handballsport, für den er mehr als 40 Jahre aktiv war, hat er eine außerordentlich erfolgreiche Nachwuchsarbeit geleistet. Wolf-Dieter Gemkow engagierte und engagiert sich aber für verschiedene Sportverbände, gehörte dem Zentralen Kampfgericht der Leichtathletik an und betreute so zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe.

Seit seiner Gründung 1991 gehört er dem "Runden Tisch des Sports" in seinem Heimatkreis an. Von 1990 bis 2009 war er Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Sportlehrerverband. Im letzten Monat wurde er beim Sportlehrertag in seiner Heimatstadt an seiner ehemaligen Schule (Gerhart-Hauptmann-Gymnasium) zum Ehrenvorsitzenden des DSLV Sachsen-Anhalt ernannt. Bis heute hat sich der 71-Jährige nie ganz aus dem Sport zurückgezogen.

Für seine hohe Auszeichnung bedankte sich Gemkow: Sein vieljähriges Engagement im Sport für die Kinder und Jugendlichen ordnete er so ein: "Ich habe nichts weiter als meine Pflicht getan." Weil dieser Lebensweg allein nicht möglich war, bedachte er auch seine Mitmenschen, von denen ihn die wichtigsten mit zur Ehrung im Palais am Fürstenwall begleitet hatten. "Der Erfolg hat viele Väter. Der Misserfolg ist immer ein Waisenkind. Ich habe mich selten als Waisenkind gefühlt, obwohl es auch viele Niederlagen wegzustecken galt. Ich danke den verlässlichen Mitstreitern auf meinem Weg", so Gemkow.