Die Ringer des Wernigeröder SV Rot-Weiß haben die Saison in der Oberliga Nord/Ost mit einer 17:14-Niederlage beim bereits feststehenden Landesmeister Magdeburger SV 90 abgeschlossen. Damit verlief das Finale aus Sicht der Harzer passend zur gesamten Saison sehr unglücklich.

Wernigerode. Die WSV-Riege trumpfte in der Elbestadt mit einer super Mannschaftsleistung auf, konnte die zwei unbesetzten Gewichtsklassen aber nicht kompensieren. Neben der Klasse bis 55 kg, die von den Wernigerödern während der gesamten Saison unbesetzt blieb, mussten auch in der Freistilklasse bis 66 kg vier Punkte kampflos abgegeben werden. André Günther fiel wegen einer Prüfung aus. In den verbleibenden sechs Kämpfen zeigten die Harzer tolle Moral, vier hart umkämpfte Siege reichten aber nicht zum erhofften Punktgewinn.

Hannes Vetter sorgte bei den Schwergewichten bis 120 kg im Freistil für einen erfolgreichen Auftakt. Er zwang Marko Spengler in der fünften Runde mit einem Hüftwurf auf die Schultern. Die Magdeburger bauten den Vorsprung aber postwendend wieder auf vier Punkte aus. Erik Palmer (Freistil, 60 kg) unterlag dem Bundesliga erfahrenen Sascha Pickut in der zweiten Runde ebenfalls auf Schultern. Im letzten Kampf vor der Pause musste auch Kevin Koch (G/R, 74 kg) eine Niederlage hinnehmen. Trotz harter Gegenwehr musste sich der WSV-Junior Eric Richter in drei Runden (0:2, 0:1, 0:3) geschlagen geben.

Durch die kampflosen Punkte in der 66 kg-Klasse baute der Magdeburger SV seinen Vorsprung vorentscheidend auf 15:4 aus. Trotz des aussichtslosen Rückstandes zeigten die WSV-Ringer wieder eine tolle Moral. Christian Schurig (G/R, 96 kg) rang seinen Kontrahenten Sebastian Ecklebe in einem packenden Duell über die volle Distanz von fünf Runden (3:4, 1:3, 1:0, 1:0, 1:0) nieder. Auch Michael Volk (Freistil, 84 kg) erkämpfte gegen Thomas Ferchland einen glatten 3:0-Punktsieg (1:0, 2:0, 4:1). Durch den abschließenden Schultersieg von Mathias Jahn (Freistil, 74 kg), der Thilo Hofmann in der 3. Runde "auf den Ast" legte, verkürzten die Wernigeröder zum 17:14-Endstand.

Nachdem WSV-Trainer Rolf Leutelt als Präsidiumsmitglied des Landesringerverbandes Sachsen Anhalts den Siegerpokal an den Magdeburger SV 90 überreichte, landete die Ringerriege des WSV Rot-Weiß trotz kräftigem Schneesturm unbeschadet in Wernigerode.