Braunlage (rko/ige). Mit einem 4:2 (3:1, 1:1, 0:0)-Sieg über die Hamburg Crocodiles haben die Harzer Wölfe ihr "Sechs-Punkte-Wochenende" in der Eishockey-Oberliga Nord perfekt gemacht. Das Schneechaos in Norddeutschland sorgte jedoch für besondere Umstände. Die Hamburger kamen mit reichlich Verspätung in Braunlage an, erst um 21.30 Uhr konnte die Partie begonnen werden. So waren nur noch 150 Zuschauer beim Erfolg des ESC dabei, der in der Tabelle nun auf Rang vier rangiert.

Zwar mussten die Wölfe auf ihren erkrankten Kapitän Stefan Bilstein verzichten, dennoch erwischte das Team einen perfekten Start. Christian Schock brachte die Harzer nach 46 Sekunden in Führung. Die Hamburger präsentierten sich allerdings als griffiger Gegner, Nick Fischer glich in Überzahl aus (4.). Mit einem Unterzahltor sorgte Erik Pipp für die erneute Wölfe-Führung (13.), die Schock zwei Minuten später auf 3:1 ausbaute.

Im Mittelabschnitt kamen die Crocodiles durch Max von Gratkowski auf ein Tor heran (26.). Nur vier Sekunden Überzahlspiel reichten dann allerdings Alois Öttl, um per Schlagschuss das 4:2 zu markieren. Der Verteidiger war damit an allen vier Toren beteiligt. Das zerfahrene Schlussdrittel brachte keine weiteren Tore, dafür aber etliche Strafen. Die Wölfe mussten einige Unterzahlsituationen überstehen, spielten den Vorsprung aber sicher nach Hause.

"Für uns war es keine einfache Situation. Wir haben vier Stunden in der Kabine gesessen und wussten nicht, ob wir überhaupt noch spielen", so ESC-Spielertrainer Marc Garthe. Jacek Darowski, Trainer der Crocodiles, war ob der Begleitumstände trotz der Niederlage zufrieden: "Wir mussten unterwegs den Bus am Berg anschieben und dann rund zwei Kilometer bergauf nebenher laufen. Dafür haben wir uns hier gut präsentiert."

Torfolge: 1:0 Schock (0:46), 1:1 Fischer (5-4/3:41), 2:1 Pipp (4-5/12:12), 3:1 Schock (14:04), 3:2 von Gratkowski (25:27), 4:2 Öttl (5-4/29:01); Strafen: Harzer Wölfe 28 – Hamburg Crocodiles 22; Zuschauer: 149