Viel Aufwand hatte Gastgeber Blankenburger FV bei der Erstauflage des Stadtpokals betrieben. Den Vergleich von acht Mannschaften entschied Harzligist Eintracht Derenburg mit einem 2:1-Finalsieg über Cattenstedt für sich.

Blankenburg. In erster Linie ging es um den Sport, jedoch hatte der Wettstreit auch einen anderen Hintergrund: "In unseren Vorüberlegungen zum Begehen der 90-jährigen Fußballtradition entstand die Idee, die alte Harzpokal-Serie im Hallenfußball aufgrund der kommunalpolitischen Veränderungen in den Blankenburger Stadtpokal umzuwandeln. In diesem Jahr wollten wir aus organisatorischen Gründen zunächst mit den höherklassigen Teams aller Ortsteile und der Kernstadt Blankenburg beginnen", gab BFV-Vorsitzender Holger Löffelmann einen Einblick.

Bei der "Wiederbelebung" der langen Tradition gab sich der Gastgeber sehr viel Mühe, auch BFV-Stadionsprecher Marc Störmann war mit von der Partie. Beim fußballerischen Leckerbissen zwischen Weihnachten und Neujahr hatten trotz der relativ kurzfristigen Einladung acht Mannschaften zugesagt. In zwei Staffeln á vier Teams kämpften zwei BFV-Teams, Stahl Blankenburg, Blau-Gelb Börnecke, der SV Timmenrode, Eintracht Derenburg, der SV Hüttenrode und der CSV Cattenstedt um den Turniersieg.

In der Vorrundengruppe A setzte sich Favorit BFV verlustpunktfrei vor Timmenrode durch. In der zweiten Staffel dominierte Eintracht Derenburg, ließ jedoch gegen den BFV II beim 2:2 Punkte liegen. Die Begegnung gegen den CSV Cattenstedt – beide Teams sollten sich im Endspiel wiedersehen – entschied Derenburg mit 2:1 für sich. Eine faustdicke Überraschung gab es im ersten Halbfinale: Turnierfavorit BFV unterlag Harzligist Cattenstedt mit 1:4. Die Landesklasse-Vertretung war wohl mit der falschen Einstellung in diese Partie gegangen. Das zweite Semifinale gewann Derenburg mit 4:0 gegen Timmenrode.

Deutlich konsequenter präsentierte sich Blankenburg I im kleinen Finale, als der SV Timmenrode mit 1:5 unterlag. Die beiden Vorrunden-Kontrahenten Derenburg und Cattenstedt bestritten das Endspiel. Wieder war die Eintracht um ein Tor besser. Derenburgs Torwart René Schlösser, der den Pokal von Holger Löffelmann und Schirmherr sowie Bürgermeister Hanns-Michael Noll übergeben bekam, freute sich: "Wir haben als Team phänomenal zusammen gespielt und den Turniersieg so erzwungen. Lob an den Gastgeber, er hat gute Voraussetzungen geschaffen."

<6>Bürgermeister Noll fasste zusammen: "Die Idee, mit allen Teams der verschiedenen Ortsteile ein Turnier zu spielen, ist aufgegangen. Derenburg hat mit dem Sieg gezeigt, dass es zur Stadt gehört und angekommen ist. Die Resonanz und die Stimmung waren gut."

<7>Nicht ganz einfach hatten es die Schiedsrichter Robin Enkelmann und Matthias Hinze, denn teilweise nahmen es die Spieler sehr ernst. Die beiden Unparteiischen schafften es aber, die Emotionen zu kanalisieren.<8><9><10>

   

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