Halle - Freispruch im Prozess um vergiftetes Kaffeewasser in einer Firma in Lützen (Burgenlandkreis). Dem 53 Jahre alten Angeklagten könne angesichts der Faktenlage keine Schuld nachgewiesen werden, urteilte das Landgericht Halle am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft hatte es zuvor als erwiesen angesehen, dass nur der frühere Qualitätsprüfer der Firma derjenige gewesen sein konnte, der im März 2010 Gift in den Wasserbehälter der Kaffeemaschine gefüllt hat. Vier Kollegen tranken damals von dem Kaffee, einer von ihnen wurde bewusstlos und konnte nur gerettet werden, weil er sofort in eine Klinik gebracht wurde. Der 53-Jährige war wegen versuchten Mordes angeklagt. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert.