Magdeburg - Vernässte Stämme, abgeknickte Äste und brachliegende Wurzeln: Die Hochwasserkatastrophe von Juni hat die Baumbestände im Land stark beschädigt. Etwa 20 000 Hektar Wald seien überschwemmt gewesen, teilte das Umweltministerium in Magdeburg mit. Besonders betroffen seien mit 12 000 Hektar vor allem private Wälder. In einigen Gebieten der einstigen Hochwasserregionen im Land müssten Bäume wieder aufgeforstet werden. Das gesamte Ausmaß könne erst mit der kommenden Vegetationszeit im Frühjahr abgeschätzt werden.

Die Schäden seien je nach Baumart unterschiedlich stark, sagte der Leiter des Landesforstbetriebs, Bernd Dost, in Magdeburg. Auwälder mit Bäumen wie Eichen oder Pappeln würden periodisch überflutet. In der Regel verkrafteten sie daher Wasserstände von Tagen und sogar Wochen ohne Schaden. Die übrigen Waldflächen seien jedoch nicht so resistent. Vor allem junge Bäume hätten die Deichbrüche in Gebieten wie Fischbeck im Landkreis Stendal oder Breitenhagen im Salzlandkreis nicht überlebt. Unklar bleibe, wie es etwa um ältere Kiefern steht.

Nach Schätzungen des Landesforstbetriebs wird allein für die 8000 Hektar großen nicht-privaten Waldflächen mit rund drei Millionen Euro Schaden gerechnet. Die Förster müssten neue Bäume pflanzen. Zudem müssten Wege und Zäune repariert werden, sagte Dost.