Wust l Von einem Kakadu singen die Kinder im Wuster Kinderchor, vom Taifun über Sumatra und von einem wildgewordenen Brontosaurus. Dazwischen kommt auch Englisches vor wie „We shall overcome“, fröhliche internationale Lieder wie das israelische „Hevenu shalom“, schöne alte Volkslieder wie „Kein schöner Land in dieser Zeit“ und auch „Über sieben Brücken musst du gehn“. Noch zwei Wochen wird der Kinderchor Wust im Freien auf dem alten Schulhof proben. Am Ende dieser Proben wird der Chor am 3. Oktober an einem gemeinsamen Singen mit anderen Chören aus dem Landkreis auf dem Marktplatz Stendal teilnehmen.

Danach geht es in eine Corona-Winterpause. „Die neue Corona-Verordnung, die am 17. September veröffentlicht wurde, sieht für das Chorsingen weiterhin zwei Meter Abstand vor, was ja auch gut und richtig ist“, sagt Chorleiterin Susanna Kramarz. Außerdem wird in den Dokumenten des Deutschen Chorverbandes empfohlen, alle 20 Minuten für zehn Minuten komplett durchzulüften und nur in ausreichend hohen Räumen zu proben – wie etwa in Kirchen. Der Wuster Probenraum ist dafür nicht geeignet. Es kommt noch dazu, dass man automatisch viel lauter singt, wenn die Abstände sehr groß sind. Das strengt an, „und manche Kinder sind vom begeisterten Mitsingen nach den Proben richtig heiser. Das würde im Winter mit der trockenen Luft und dem vielen Lüften noch schlimmer, und es darf nicht passieren, dass sich die Kinder ihre Stimmbänder kaputtsingen.“

Aber es wird trotzdem weiter Musik gemacht in der ehemaligen Grundschule. Denn die Wuster Rhythmusgruppe, die „Elbe-Havel-Kids-Combo“, wird über den ganzen Winter weiterproben und nimmt auch weiter neue Mitglieder auf. Und im Frühjahr, so der Plan, wird dann mit dem Kinderchor und auch mit den Instrumenten im Freien neu durchgestartet.

Bilder