Weißenfels (dpa) - Basketball-Bundesligist Syntainics MBC Weißenfels hat einen seiner Anhänger nach einem rassistischen Vorfall mit Hallenverbot belegt.

Während des Spiels gegen Ludwigsburg (87:89) wurde der hellhäutige Gäste-Profi Konstantin Konga zu Beginn des letzten Viertels mit Affenlauten verunglimpft. "Ich habe den Schiedsrichter sofort darauf hingewiesen, da es nicht zu überhören war. Ich bin schockiert und traurig, dass so etwas in der Bundesliga passiert", schrieb Konga bei Instagram und machte den Vorfall damit öffentlich. Bis Sommer hieß Konga noch Klein, ehe er heiratete und den afrikanischen Nachnamen seiner Ehefrau annahm.

"Wir ermitteln nun in dem Fall und sprechen mit den Beteiligten", teilte die Basketball-Bundesliga mit. "Eines steht aber schon jetzt fest: Rassismus, Fremdenhass, Vorurteile und Ausgrenzung haben keinen Platz in unserer Liga! Wir stehen ein für ein friedliches und respektvolles Miteinander sowie Weltoffenheit."

Der MBC reagierte umgehend und entschuldigte sich bei Konga. "So etwas hat in einer Halle noch sonst wo etwas zu suchen. Ganz klar sprechen wir uns mit aller Deutlichkeit gegen jede offene oder verdeckte Form von Rassismus aus und distanzieren uns klar davon", sagte Manager Martin Geissler. Man habe die entsprechende Person bereits identifiziert und mit einem Hallenverbot bis zum Jahresende belegt. Vom Schiedsrichter war der MBC nicht über den Vorfall informiert worden.

Instagram-Post von Konstantin Konga