Frankfurt/Main (dpa) - DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat die fristlose Kündigung von Basketball-Profi Joshiko Saibou durch die Telekom Baskets Bonn begrüßt.

"Wer als Profi gegen seine arbeitsvertraglichen Pflichten oder die Werte des Sports verstößt, hat mit den entsprechenden Konsequenzen zu leben. Wir empfinden es als wertvolles Zeichen, wenn Vereine hier verantwortungsbewusst und werteorientiert agieren", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes auf dpa-Anfrage. "Das widerlegt das gängige Vorurteil, dass es in Teilen des Sports ohnehin nur um Erfolg und Geld geht."

Saibou war nach Club-Angaben wegen "Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrages als Profisportler" am 4. August fristlos gekündigt worden. Der 30-Jährige habe "wiederholt auf Social-Media-Kanälen seine Haltung zur Pandemie oder zum Virus an sich geäußert und am vergangenen Wochenende bei einer Großdemonstration auch praktiziert, indem er vorsätzlich gegen die bekannten Schutzregeln verstieß". Der Basketball-Profi nannte die Kündigung dagegen "ein Schlag ins Gesicht der Meinungsfreiheit".

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