Das bedeutet die Sperrung für den Buslinienverkehr

Für die Zeit der Brückensperrung kommt es zu Änderungen am Bahnhof Schönebeck.

Alle Regionallinien, welche bisher die Haltestellen 1, 2 oder 3 am Bahnhof angefahren haben, halten dann an einer Ersatzhaltestelle, die in der Schillerstraße/Ecke Bahnhofstraße eingerichtet wird.

Die Busse fahren dann nicht Busbahnhof ‑ Welsleber Brücke ‑ Bahnhof, sondern Busbahnhof ‑ Söker Straße – Bahnbrückental ‑ Haltestelle Schillerstraße/Ecke Bahnhofstraße – Schillerstraße und in die verschiedenen Richtungen weiter.

Die Stadtlinie 130-A bedient in Richtung Welsleber Straße unverändert die Haltestelle 3.

Die Stadtlinie 130-B bedient in Richtung Stadtwerke – Klinikum unverändert die Haltestelle 1.

Die Haltestelle 2 wird nicht mehr bedient, ein zusätzlicher Halt an der bisherigen Haltestelle Schillerstraße (Einkaufsmarkt) durch umgeleitete Regionallinien erfolgt nicht.

Weitere Informationen auch unter www.kvg-salzland.de

Quelle: Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH

Schönebeck l Die Welsleber Brücke sanierungsbedürftig? Auf dem ersten Blick wirkt sie eigentlich noch ganz fit. „Und das soll sie auch bleiben“, betont Christiane Schreiber, Leiterin des Sachgebietes Tiefbau in der Stadtverwaltung. Deshalb sei es wichtig, Mängel rechtzeitig zu beheben, damit sie auch in Zukunft verkehrssicher ist.

Denn bei der Brückenprüfung 2015 seien Schäden aufgezeigt worden, die mittelfristig behoben werden müssen. Nun ist dieser Zeitpunkt gekommen. Das Geld – 221.000 Euro – ist im Haushalt eingestellt. „Für Maßnahmen an einer Brücke ist das nicht viel Geld“, sagt Christiane Schreiber.

Brücke wird voll gesperrt

Somit erleben die Welsleber Brücke und alle, die diese nutzen, eine Premiere: Sie wird erstmals nach ihrer Freigabe im Dezember 2004 für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt. Die Maßnahme soll voraussichtlich bis Mitte November dauern.

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Es erfolge eine aufwändige Sanierung an den sechs Bauwerken, erklärt Stadtsprecher Hans-Peter Wannewitz. Bauwerke sind die Straßenüberführung (Brücke), die vier Stützmauern und der Fußgängertunnel. „Die Brücke und ihre Stützwände sind Ingenieurbauwerke.

Schäden werden aufgelistet

Diese werden regelmäßig geprüft. Es werden Schäden aufgelistet, die der Sanierung bedürfen. Ansonsten würde die Dauerhaftigkeit leiden. Es kann letztendlich zu Standsicherheitsschäden führen. Die wiederum können die Verkehrssicherheit negativ beeinflussen“, erklärt Wannewitz. Vieles sei ganz normaler Verschleiß nach 15 Jahren.

Eine Brücke werde alle sechs Jahre überprüft. Damit ist die Welsleber Brücke 2021 wieder dran.

Arbeiten sind vielfältig

Nun stehen zahlreiche Arbeiten an: Betonfehlstellen werden saniert. Fugenbänder erneuert. Der Korrosionsschutz an den beiden Brücken-Hauptträgern ist ein normaler turnusmäßiger Anstrich gegen Rost. Geländerfüße werden vom Rost befreit und neu versiegelt.

Kaputte Geländerteile werden ausgetauscht. Fehlende Acrylglasscheiben werden ersetzt. Pflasterarbeiten passieren, um Absackungen zu beseitigen. Die Fahrbahn erhält eine neue Asphaltdecke. Erste Arbeiten abseits der Fahrbahn laufen bereits seit Montag.

Vollsperrung ab Montag

Ab Montag sei aber eine Vollsperrung notwendig, sagt Christiane Schreiber. Um ein zügiges und ungefährliches Arbeiten zu ermöglichen und Platz für benötigte Gerätschaften bereitzustellen. Eine Umleitung wird großräumig ausgeschildert.

Schilder weisen zeitig darauf hin, dass die Welsleber Brücke gesperrt ist. Für die Stadtteilfeuerwehr Schönebeck, die an der Tischlerstraße direkt an der Brückenauffahrt ihren Sitz hat, würden sich keine Einschränkungen ergeben, die Fristen bis zum Einsatzort werden eingehalten, betont der Stadtsprecher.

Sonderregelung für Feuerwehr

Er erläutert: „Die Feuerwehr nutzt zunächst noch die Brückenauffahrt in beide Richtungen (Geschwister-Scholl-Straße und Kreisel Söker Straße oder Altstadt). Später kann sie dann erstens die alternative Ausfahrt Geschwister-Scholl-Straße nutzen und zweitens über die Söker Straße/Tischlerstraße die anderen Stadtteile anfahren.“

Die Welsleber Brücke ist für etwa 70 Jahre gebaut. „Wenn man sie gut pflegt, hält sie noch länger. Darum machen wir das“, sagt Christiane Schreiber. Sie merkt an, dass keine „Kosmetik“ gemacht werde. „Was noch in Ordnung ist, bleibt – ob mit oder ohne Graffiti oder Aufkleber.“ Dafür sei kein Geld da.