Berlin (dpa/tmn) - Wer eine Bohrmaschine anschafft, investiert dabei oft viel Zeit und Geld. Für ein sauberes Bohrloch braucht es neben einer guten Maschine aber vor allem gute Bohrer. Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) hat 39 getestet.

Stein- und Beton-, Holz-, Stahl-, Holz- und Kombibohrer nahmen die Tester unter die Lupe. Geprüft wurden das Gefüge, der Verschleiß, die Präzision und das Biegeverhalten. Die Ergebnisse fielen je nach Material sehr unterschiedlich aus.

Während alle elf getesteten Beton- und Steinbohrer die Prüfungen zu 100 Prozent bestanden, erreichten bei den Kombibohrern nur zwei von sieben das Prädikat "Exzellente Qualität", das die DtGV ab einem Testergebnis von 98 Prozent verleiht. Von den elf Metallbohrern bescheinigte die DtGV sieben eine exzellente Qualität, bei den Holzbohrern sieben von zehn.

Trotz der sehr unterschiedlichen Qualität spielten die Bohraufsätze bei der Kaufentscheidung oft nur eine kleine Rolle, sagt DtGV-Geschäftsführer Oliver Hauf. "Wir haben oft gehört und mitbekommen, dass sehr viel Augenmerk auf die Bohrmaschine gelegt wird und bei den Bohrern einfach so zugegriffen wird." Viele würden sich am Ende wundern, dass für die Bohrleistung das System aus Bohrmaschine und Bohrer entscheidend ist.

"Nicht am falschen Ende sparen", rät Hauf daher. Dass teuer gleich gut und billig gleich schlecht sei, könne man auf Grundlage des Tests nicht sagen, sagt Hauf. So hätten auch einige Eigenmarken von Baumärkten sehr gut abgeschnitten.

Dass die Bohrmaschine neue Bohraufsätze braucht, kann man laut Hauf am Ergebnis sehen. "Wenn der Dübel da auf einmal im Loch rumschlackert, könnte das durchaus ein Indiz für einen schlechten oder kaputten Bohrer sein." Weitere Anzeichen dafür seien Ausfransungen am Bohrlochrand und stark ausgedehnte Löcher.

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