Von Conny Kaiser Kalbe l "Tiefe. Wurzeln. Das ist für mich Heimat", sagt Uwe Steimle, der selbst ernannte "Zauberer von Ost" und bekennende Sachse. Als solcher lässt er sich nicht gern etwas vorschreiben. Schon gar nicht beim Denken und Aussprechen. Und dafür wird der Kabarettist und Schauspieler von seinem Publikum geliebt. Das dürfte sich am Freitag, 25. Januar 2019, zu 19.30 Uhr auch wieder zuhauf im Kulturhaus Kalbe einfinden. Denn dort präsentiert der 55-Jährige mit "FeinKost" eine Art Best of aus den vergangenen drei Jahrzehnten, in denen er unter anderem von Querulant Günter Zischong und vom untoten Erich Honecker begleitet wurde.

Doch egal, was Uwe Steimle, der Hobbyornithologe mit der Liebe zu Friedenstauben, in dieser Zeit programmatisch angepackt hat: In allem war seine ostdeutsche Prägung und seine tiefe Verbundenheit zu Neufünfland im Allgemeinen und zu Sachsen im Besonderen wahrzunehmen. "Diesem Mann zuzuhören, bedeutet, Heimat zu spüren. Bei ihm ist es nicht nur ein Wort", schrieb zum Beispiel ein Österreicher, der sich zuvor ein Interview mit Uwe Steimle in einem Online-Portal angeschaut hatte. Ein Nordlicht, welches das Gleiche gemacht hatte, hinterließ dort folgenden Kommentar: "Uwe, für mich gehörst Du zu meiner Heimat, obwohl ich in Mecklenburg aufgewachsen bin." Steimle ist jemand, der niemandem nach dem Munde redet und der damit vielen Menschen aus dem Herzen spricht. Er, der von sich sagt, erst nach der Wende DDR-Bürger geworden zu sein und der auch jenen eine Stimme gibt, die sich in der jüngeren Geschichte nicht genügend repräsentiert fühlen, empfindet Heimatverbundenheit als gesellschaftspolitisches Korrektiv. Und er hat ein bemerkenswertes Credo: "Lieber schwierig ... als schmierig".

Sein Gastspiel in Kalbe ist relativ kurzfristig in den Tourneeplan aufgenommen worden. Dennoch sind schon etliche Karten verkauft. Es gibt sie vor Ort im Reisebüro Archut oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Stückpreis von 30 Euro plus Gebühren.

 

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