Klietz l 2021 wird dann Oberstleutnant Roman Jähnel an seiner Stelle stehen. Dass der Havelberger der neue Kommandeur des Bundeswehrbereiches Ost mit den Plätzen Klietz (Sitz), Altengrabow, Lehnin und Oberlausitz wird, ist nun offiziell. Und noch eine Personalveränderung steht 2020 im Herbst an: Der Kommandant des Klietzer Truppenübungsplatzes, Major Hoffmann, verlässt nach sechs Jahren Klietz, „sein Nachfolger ist hier auch kein Unbekannter“, verriet Michael Vormwald den Namen noch nicht.

Für das neue Jahr kündigte der Kommandeur eine sehr gute Auslastung des Platzes an. Denn es findet eine der größten Nato-Übungen zusammen mit US-Streitkräften in Deutschland statt – zwar nicht unmittelbar in Klietz. Aber weil andere Plätze deshalb wochenlang gesperrt sind, weichen übende Truppen auch auf den Platz zwischen Elbe und Havel aus. Ab Mitte Februar ist auch mit mehr Verkehr auf den nahen Autobahnen zu rechnen.

Michael Vormwald dankte zum Abschluss seiner Rede allen, die zum Gelingen des Empfanges beigetragen haben. Erstmals fand dieser im Kinosaal in der Kaserne im Walde statt, der dafür ansprechend hergerichtet war. Das Küchenteam bot Schnittchen und Suppe an – das Fleisch dafür stellte die Bundesforst zur Verfügung.

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Alle Häuser sind saniert

Ronald Weihs als Leiter des Objektmanagements warf einen Blick auf all die baulichen Aktivitäten 2019: Die Sanierung der Unterkunftsgebäude in der Kaserne am See, die für die Unterbringung der Flüchtlinge genutzt worden waren, ist abgeschlossen – nun stehen der übenden Truppe hier wieder 690 Betten zur Verfügung. In der Kaserne im Walde ist das sanierte Stabsgebäude bezogen, es gibt eine neue Wache samt Zufahrt, Parkplätzen ... In diesem Jahr soll die Breachinganlage, an der das Sprengen von Gebäudezugängen geübt werden kann, in Betrieb gehen. Das Haus 1 in der Kaserne am See, im Juni 2013 geflutet, soll im zweiten Quartal fertig sein. In der Kaserne im Walde werden die Sanitäranlagen im Kinosaal und in der Sporthalle modernisiert, vielleicht wird Ende des Jahres auch endlich das Küchengebäude am See fertig.

Für den Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt wandte sich Wolfgang Rost an die zahlreichen Gäste. Er verkündete personelle Veränderungen (dazu demnächst mehr), sprach über die nach zwei Dürrejahren angespannte Forstschutzsituation und den Waldumbau, mit dem ein schnelles Ausbreiten von Waldbränden verhindert werden soll.

Trübenweg kommt 2020 dran

Vierter Partner im Bunde der Einladenden zum Neujahrsempfang ist die Gemeinde. Bürgermeister Hermann Paschke blickte zurück und schaute voraus: „Auch im Jahr 2019 konnte wir durch das Engagement von Vereinen, Kommunalpolitikern, Mitarbeitern in Einrichtungen und einzelnen engagierten Persönlichkeiten wieder so manches kleinere Event und auch größere Highlights auf die Beine stellen: Am 15. Juni fand zum 25. Mal das Fischerstechen am See statt, außerdem wurden 95 Jahre Feuerwehr, 25 Jahre Jugendfeuerwehr und 15 Jahre Förderverein begangen. Deshalb legten sich die Akteure noch mehr ins Zeug – es wurde erst gestochen und gekämpft und dann gefeiert bis spät in die Nacht. Die Feuerwehr hat Frank Ulrich als langjährigen Wehrleiter verabschiedet und dieses Amt seinem Nachfolger Thomas Vietzke vertrauensvoll in feuererprobte Hände gelegt. Unsere Feuerwehr ist auf der Höhe der gewachsenen Anforderungen! Die Grundschule war Gastgeberin zur Verleihung des Preises ,Umweltschule in Europa‘. Fast zur Selbstverständlichkeit wurde es, dass wir bereits zum 19. Mal diesen Titel erwarben. Der Dank gilt vor allem der Agrargenossenschaft Elbeland sowie Schulsozialarbeiterin Jaqueline Stempin für ihr rast- und ruheloses Engagement. Kleiderbörse, Lehrküche, Sprayerkunstwerke, Weihnachtstombola – sie agiert mit Herz und Verstand. Immer eine Bereicherung ist Carmen Koch mit ihrem Grundschulchor und auch der Förderverein ,Waldstörche‘. Er ist vor allem getragen vom Engagement junger Eltern und hat zu einer echten Bereicherung der Zusammenarbeit von Kita und Schule geführt.“

Hermann Paschke erinnerte an die Einweihung der sanierten Sporthalle am 15. März und an den schönen Weihnachtsmarkt auf dem Läuferhof. Und an Baumaßnahmen: die endgültige Fertigstellung der Seesiedlung, die Erneuerung der Dammstraße, die Flutschadenbeseitigung an der Straße zum Deich in Scharlibbe und an die Sanierung eines 500 Meter langen Abschnittes des Hohengöhrener Weges in Neuermark-Lübars. Der begonnene Spielplatz in der Seesiedlung soll in diesem Jahr fertiggestellt werden. Für 2020 steht als größeres Objekt die Sanierung des Trübenweges an.

Dank sprach der Bürgermeister auch der Volkssolidarität aus. Den Aktiven um Gisela Rall gelingt es immer wieder, interessante Angebote zu unterbreiten. Nachdenklich macht ihn, dass viele, die in und für die Gemeinde Großes leisteten und leisten, das 80. Lebensjahr überschritten haben. Stellvertretend nannte er Edith Läufer, Anneliese Steinborn, Dr. Ernst Gilbrich und Dieter Wartenberg.

Zu den Gästen des Empfanges gehörten unter anderem Brigadegeneral Andreas Henne, der Bundestagsabgeordnete Marcus Faber, der Landtagsabgeordnete Chris Schulenburg, der künftige Landrat Patrick Puhlmann, Bürgermeisterin Steffi Friedebold und weitere Gemeinde- und Stadtoberhäupter, Gäste aus dem polnischen Czerwiensk, Vertreter zahlreicher Behörden und von Vereinen sowie Klietzer Gewerbetreibende. Gefehlt hat die Klietzer Feuerwehr, die versehentlich keine Einladung erhalten hatte. Bei Gulaschsuppe und Schnittchen standen sie alle anschließend beisammen und plauderten über das, was 2019 war und was 2020 kommen möge.